US-Börsen: Konzerne gieren nach Übernahmen

US-Börsen: Konzerne gieren nach Übernahmen

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Fressen und gefressen werden: Unter US-Konzernen rollt eine Übernahmewelle

Die Konzerne haben zu viel Cash, also kaufen sie andere. Schon jetzt haben sie angekündigt, 2013 Wettbewerber für 160 Milliarden Dollar zu schlucken. Innovationen wären für Aktionäre attraktiver.

Laut einer im US-Magazin "Science" publizierten Studie wirken sich Spuren von Psychopharmaka, die durch menschliche Ausscheidungen ins Abwasser und dann in die Flüsse gelangen, negativ auf das Verhalten von Fischen aus. Das zeigen schwedische Untersuchungen von Flüssen in dicht bevölkerten Gebieten. Fische, die in Versuchen Psychopharmaka ausgesetzt wurden, legten ihr Verhalten als "Schwarmfische" ab. Sie zeigten ein "sehr viel gierigeres Fressverhalten und erwiesen sich als effizientere Futterbeschaffer" als drogenfreie Artgenossen. Die erhöhte Risikobereitschaft führte aber auch dazu, dass gedopte Fische häufiger von Räubern erwischt wurden.

Die Geschichte verführt zu Rückschlüssen auf die aktuelle Flut von Fusionen und Akquisitionen am US-Markt. Die Hypothese, der verbreitete Einsatz von Psychopharmaka könne die Aktivitäten auf den Finanzmärkten beeinflussen, wird schließlich nicht zum ersten Mal aufgestellt.

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Hauptursache der Flut an Übernahmen ist aber, dass zu viel Geld, das von Zentralbanken in die Märkte gepumpt wurde, ertraglos in den Unternehmensbilanzen herumliegt. Das will ausgegeben werden. Und so belaufen sich die 2013 angekündigten Deals bisher bereits auf rund 160 Milliarden Dollar – der stärkste Jahresbeginn seit 2005.

Übernahme durch Warren Buffett FBI geht Insiderverdacht bei Heinz Ketchup nach

Auffällige Börsengeschäfte rund um die 23 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Heinz Ketchup haben auch die US-Bundespolizei FBI auf den Plan gerufen.

Quelle: AP

Zu den Deals zählen die 23 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Ketchup-Herstellers Heinz durch Berkshire Hathaway und die brasilianische Investmentfirma 3G Capital, die Komplettübernahme der von General Electric gehaltenen 49 Prozent des Mediengiganten NBC Universal durch Comcast für 16,7 Milliarden Dollar, der geplante Rückkauf des Computerriesen Dell für 24 Milliarden Dollar, die auf elf Milliarden Dollar veranschlagte Fusion der insolventen US-Fluggesellschaft American Airlines mit der US Airways Group sowie die 16 Milliarden Dollar schwere Übernahme der britischen Virgin Media durch den amerikanischen Kabelkonzern Liberty Global.

Auffällig an all diesen Übernahmen und Zusammenschlüssen ist, dass es immer nur um Konsolidierung geht, nicht um Innovation oder aufregende neue Perspektiven. Das Hauptargument ist profan: Mit den Zusammenschlüssen ist mehr Ertrag zu machen als mit den mageren Zinsen, die das viele Bargeld in den Bilanzen der Unternehmen abwirft.

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