US-Investmentbank: Goldman mit guten Zahlen und schlechtem Image

US-Investmentbank: Goldman mit guten Zahlen und schlechtem Image

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Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein

Die US-Bank Goldman Sachs hatte einen guten Start ins Jahr, die Geschäfte entwickeln sich prächtig. Aber das Haus wird noch lange unter seinem schlechten Image leiden.

Goldman Sachs ist im weltweiten Bankgeschäft eine Institution. Eine Bank, deren Name Respekt einflößt, Bewunderung bei ehrgeizigen Bankern, Furcht bei Gegnern und Wut bei den Gegnern gieriger Bankster hervorruft. Vor mehr als 250 Jahren von dem deutschstämmigen Marcus Goldman in einem winzigen New Yorker Büro gegründet, realisierte Goldman Sachs schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts große Börsengänge und zählt auch schon seit seinerzeit zu den erlesensten Kreisen der Börsen- und Finanzwelt. Etliche ehemalige Manager von Goldman Sachs gelangten in Spitzenpositionen der US-Regierung oder sind noch heute dort. Goldman Sachs zählt zu den 29 Banken, die der amerikanische Finanzstabilitätsrat als systemrelevant einstuft. Warum, machen ein paar Zahlen deutlich: Im vergangenen Jahr machte die Bank einen Umsatz von unvorstellbaren 28.811 Milliarden Dollar, nach Steuern blieben 4,4 Milliarden Dollar als Gewinn übrig.

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Goldman Sachs ist mächtig im Gerede Quelle: REUTERS

Auch die aktuellen Zahlen für das erste Vierteljahr 2012 erfreuen die Aktionäre: Goldman Sachs nimmt dank der Belebung der Kapitalmärkte wieder Fahrt auf. Von Januar bis Ende März fuhr das Institut einen Gewinn von 2,1 Milliarden Dollar ein und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. „Das Anziehen der Märkte weltweit hat uns bessere Ergebnisse in den meisten Geschäftssparten beschert“, sagte Bankchef Lloyd Blankfein. Im Anleihen-Geschäft sowie im Handel mit Währungen und Rohstoffen haben sich die Einnahmen sogar mehr als verdoppelt.

Mit dem Gewinn blieb Goldman Sachs zwar hinter dem außergewöhnlich starken Vorjahresquartal zurück, schnitt jedoch deutlich besser ab als im Schlussquartal 2011 - ein Trend, der sich zuvor bereits bei den US-Instituten JP Morgan und Citigroup abgezeichnet hatte. Besonders im Investmentbanking profitieren die Banken davon, dass sich die Stimmung an den Märkten zuletzt aufhellte und die Sorgen vor einer Ausbreitung der Euro-Schuldenkrise etwas nachließen. Etliche Konzerne schmieden deshalb wieder Pläne für Übernahmen oder Börsengänge. Diese Geschäfte sind seit jeher eine Spezialität der Goldman-Banker. Das Geschäft läuft wieder auf Hochtouren. Analysten zeigten sich zudem erfreut, dass die Bank ihre Kosten durch ein 2011 aufgelegtes Sparprogramm drückte und ihre Dividende erhöhte.

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