US-Medien: Dell arbeitet an Abschied von der Börse

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US-Medien: Dell arbeitet an Abschied von der Börse

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Dell arbeitet daran die Börse zu verlassen oder einen Finanzinvestor zu finden.

Nach US-Medienberichten will Dell die Börse verlassen. Dell war einst der weltgrößte PC-Hersteller. Nun scheint die Zeit gekommen zu sein, um sich neu zu erfinden. Außerdem arbeite das Unternehmen an einer Übernahme durch Finanzinvestoren.

Ein Deal könne noch diese Woche angekündigt werden, oder aber auch scheitern, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen. Allein nach dem Aktienkurs wäre die Übernahme mehr als 15 Milliarden Euro schwer. Ohne den Anlegern Quartal für Quartal gute Zahlen präsentieren zu müssen, könnte Gründer und Milliardär Michael Dell sein Unternehmen radikaler umbauen, erläuterten Analysten. Der Gründer, der 2007 angesichts geschäftlicher Probleme wieder an die Firmenspitze zurückkehrte, hält etwa 15,7 Prozent der Anteile. Das große Aktienpaket würde einen Übernahmedeal erleichtern. Die Dell-Geldreserven von mehr als fünf Milliarden Dollar machen das Unternehmen für die Finanzinvestoren zusätzlich attraktiver.

Computerkonzern Dell will Milliarden sparen

Mehr als zwei Milliarden Dollar will Dell in den kommenden drei Jahren sparen. Der Computerkonzern leidet zunehmend unter der Konkurrenz durch Smartphones und Tablet-PCs.

Dell will vor allem im Vertrieb sparen. Quelle: Reuters

Das Unternehmen verhandele mit den Investmentfirmen TPG Capital und Silver Lake, schrieben Bloomberg und das „Wall Street Journal“. Mehrere Banken seien ebenfalls beteiligt. Ein Hindernis könne aber noch sein, dass die Investmentfirmen möglicherweise die notwendige Finanzierung nicht organisieren könnten oder keine Lösung für einen späteren Ausstieg finden.
Laut "Wall Street Journal" dauern die Gespräche seit zwei bis drei Monaten an. Eine Einigung sei in etwa sechs Wochen möglich. Dell wollte keine Stellung nehmen, nannte die Berichte Spekulation und Gerüchte. Ein Buyout der Firma, die einen Wert von rund 19 Milliarden Dollar hat, wäre eines der größten Geschäfte seit langem. Analyst Angelo Zino von S&P Capital IQ hält es deswegen für unwahrscheinlich, wenn man "die schiere Größe von Dell betrachtet und wo die Aktie derzeit gehandelt wird". Der Käufer würde enorme finanzielle Ressourcen benötigen.

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An der Börse wurde die Aussicht auf ein Übernahmeangebot bereits gefeiert: Dell-Aktien schossen zuletzt um rund 13 Prozent auf 12,29 Dollar hoch. Auch mit diesem Kurssprung verlor die Aktie innerhalb des vergangenen Jahres immer noch mehr als ein Fünftel ihres Werts. Zuletzt war Dell insgesamt über 21 Milliarden Dollar wert.

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Dell war einst der weltgrößte PC-Hersteller; dann eroberte Hewlett-Packard die Spitze und nun sind die Verbraucher mehr an Tablets und Smartphones interessiert. Der weltweite Marktanteil von Dell sank im Weihnachtsquartal nach Zahlen der Marktforschungsfirma Gartner auf 10,2 Prozent von 12,2 Prozent ein Jahr zuvor. Der Absatz brach im Jahresvergleich um mehr als ein Fünftel ein.

Um das Steuer herumzureißen, müsste Dell radikal umsteuern und stärker auf mobile Geräte setzen. Zugleich könnten dabei aber große Teile der bisherigen Umsatzbringer rund um PC-Hardware unter die Räder geraten - und so etwas kommt bei Anlegern schlecht an, wie Abhey Lamba, ein Analyst von Mizuho Securities, Bloomberg erläuterte.

Bereits 2010 hatte der Gründer von Plänen für einen Abgang von der Börse gesprochen. Er hatte die Firma 1984 gegründet und war mit einem damals in der Branche ungewöhnlichen Direktvertriebs-Modell schnell erfolgreich. 1988 brachte er Dell an die Börse.

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