Fed-Zinsentscheid gibt Euro weiter Auftrieb

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US-Zentralbank: Fed-Zinsentscheid gibt Euro weiter Auftrieb

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Der Euro konnte zulegen.

Nachdem die US-amerikanische Zentralbank Federal Reserve bekannt gegeben hat, dass sie den Leitzins weiterhin auf niedrigem Niveau belässt, konnte der Euro zulegen. Auch die asiatischen Börsen reagierten positiv.

Der Euro hat nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Donnerstag weiter zugelegt. Die amerikanischen Währungshüter hatten am Mittwoch wie an den Finanzmärkten erwartet den Leitzins zum sechsten Mal in Folge nicht angetastet. Am Donnerstagmorgen kletterte die Gemeinschaftswährung über 1,12 US-Dollar bis auf 1,1223 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1150 (Dienstag: 1,1184) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8969 (0,8941) Euro.

An den weltweiten Finanzmärkten war mit der abwartenden Haltung der Fed gerechnet worden. Zuletzt eher enttäuschende Konjunkturdaten und die bevorstehende Präsidentschaftswahl in den USA wurden als Gründe dafür genannt. Gleichwohl teilte die Fed mit, die Argumente für eine weitere Leitzinserhöhung hätten sich „verstärkt“. Die kurzfristigen Risiken für den Wirtschaftsausblick seien „ziemlich ausgewogen“.

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Die Zurückhaltung der US-Notenbank Fed hat auch die Aktienbörsen in Fernost am Donnerstag freundlich gestimmt. "Der Markt hat das bekommen, was er erwartet und gewollt hat", sagte Daniel Morris, Investmentstratege bei BNP Paribas Investment Partners: "Eine weitere Dosis an Unterstützung der Zentralbanken nach den Beschlüssen der Bank of Japan."

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Sicherheitsbeamter vor einem Bilder der US-Notenbank Federal Reserve Quelle: REUTERS

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte 1,2 Prozent zu. In Südkorea gewann der Leitindex Kospi ebenfalls 1,2 Prozent, in Australien ging es 0,9 Prozent bergauf. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,6 Prozent. In Tokio hatten die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen.

Die US-Notenbank Fed hatte am Mittwochabend erklärt, der Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld bleibe vorerst in einer Spanne von 0,25 bis 0,5 Prozent. Fed-Chefin Janet Yellen signalisierte jedoch, dass sie einen Schritt nach oben bis zum Jahresende wagen könnte. Auch an den US-Börsen kam die Aussicht auf eine anhaltende Versorgung mit billigem Geld gut an: Die Kurse legten deutlich zu. Wenige Stunden zuvor hatte die japanische Zentralbank ihre ultra-lockere Geldpolitik neu justiert. Zur Freude der Aktienmärkte weltweit verzichtete sie dabei auf eine Verschärfung des Strafzinses.

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