Verfahren wegen Marktmanipulation: Börsenguru Frick: Bargeld kam per Kurier

Verfahren wegen Marktmanipulation: Börsenguru Frick: Bargeld kam per Kurier

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Markus Frick vor Gericht (mit seinem Verteidiger Daniel Krause, 2013)

von Annina Reimann

Im Strafprozess um den ehemaligen Börsenguru und TV-Moderator Markus Frick hat ein mutmaßlicher Mittäter vor dem Landgericht in Frankfurt ausgepackt. Ein Report aus dem Prozess.

Landgericht Frankfurt, Gebäude E, kurz vor 10 Uhr. Mischa H. wartet draußen vor dem Saal 18 mit seiner Strafverteidigerin. Er, 33 Jahre jung, blass, die Haare leicht gegelt, der Anzug etwas groß, die braunen Schuhe abgewetzt. Der dunkelblonde Mann wirkt nervös. Er hat einige Wochen Untersuchungshaft hinter sich, die Staatsanwaltschaft vermutet, dass er ein Mitglied der Bande Frick gewesen ist, die ahnungslosen Anlegern über Börsenbriefe Aktien empfohlen haben soll, damit Hintermänner ihre eigenen Papiere teurer losschlagen konnten. Anleger sollen tausende Euro verloren haben.

Heute soll Mischa H. im Gerichtssaal auspacken.

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10 Uhr. Die Richter und Schöffen betreten den Saal, die Zuschauer erheben sich. Der Blick des Vorsitzenden Richters Klaus Wiens fällt auf die Anklagebank, wo zu Fricks Seite plötzlich ein anderer Rechtsanwalt platzgenommen hat. Wie er heiße, will Wiens wissen und ob er mandatiert sei. Logo! „Herr Frick, sind Sie sind damit einverstanden?“ Der strahlt über das ganze Gesicht, scheint sich über die Frage zu amüsieren und antwortet laut und deutlich: „Jaaaahaaa.“

Prozess Börsenguru Frick: "Werde dem Gericht 1,24 Millionen Euro geben"

Der ehemalige Börsenguru und TV-Moderator Markus Frick hat am zweiten Prozesstag erstmals zu den Vorwürfen gegen ihn ausgesagt und dabei ein Teilgeständnis abgelegt.

Der ehemalige Börsen-Guru Markus Frick im Gerichtssaal des Landgerichts in Frankfurt am Main Quelle: dpa

Frick, ehemaliger N24-Moderator und Börsenbuchautor, muss sich seit dem 24. Oktober vor dem Landgericht Frankfurt den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft stellen. Sie hat ihn wegen des Verdachts auf versuchten sowie vollendeten bandenmäßigen Betrug sowie Marktmanipulation angeklagt. Frick soll für die Versendung von Börsenbriefen mitverantwortlich gewesen sein. Ihm und einem mitangeklagten mutmaßlichen Komplizen wird vorgeworfen, Anlegern Aktien von LetsBuyIt, Autev und Venatus Interactive als unterbewertet empfohlen zu haben.

Das Verfahren eines einst dritten Angeklagten ist mittlerweile abgekoppelt und gegen die Zahlung einer Geldauflage von 20.000 Euro eingestellt worden. Er war im Wesentlichen für die Technik und die Versendung der Börsenbriefe zuständig gewesen.

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