Versicherungskonzern: Allianz will mehr Dividende zahlen

Versicherungskonzern: Allianz will mehr Dividende zahlen

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Am Freitag präsentiert die Allianz ihre Zahlen für das dritte Quartal

Gute Nachricht für Allianz-Aktionäre: Der Versicherungskonzern verspricht steigende Dividenden. Die Allianz gibt damit Forderungen von Analysten und Fondsmanagern nach.

Den Allianz-Aktionären winken in den nächsten Jahren deutlich steigende Dividenden. Europas größter Versicherungskonzern will künftig die Hälfte des Nettogewinns an die Anteilseigner ausschütten, sinkende Dividenden soll es nicht mehr geben, wie das Unternehmen am Donnerstagabend in München mitteilte. Bisher hatte der Versicherer in der Regel 40 Prozent des Gewinns ausgeschüttet, 2013 waren das 5,30 Euro je Aktie.

Außerdem sollen für Zukäufe reservierte Gelder, für die der Konzern keine Verwendung findet, alle drei Jahre ebenfalls an die Aktionäre ausgekehrt werden. Die Allianz reagiert damit auf ständige Forderungen von Fondsmanagern und Analysten, eine forschere Dividendenpolitik zu betreiben.

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Selbst wenn der Nettogewinn bei 6,3 Milliarden Euro stagnieren würde, ergäbe sich aus der neuen Marschroute für 2014 eine Dividende von mindestens 6,60 Euro. Das ist deutlich mehr als von Analysten erwartet. Nach neun Monaten lag der Gewinn mit 5,0 Milliarden Euro um 260 Millionen über dem Vorjahreswert. Für das operative Ergebnis, an dem die Allianz ihren Erfolg misst, geht Finanzvorstand Dieter Wemmer weiter davon aus, dass 10,5 Milliarden Euro in diesem Jahr in Reichweite sind. Das wären 400 Millionen mehr als 2013. "Unser unveränderter Ausblick sowie die neu eingeführte, mehrjährige Dividendenpolitik sind sichtbarer Ausdruck der Zuversicht des Managements für die Zukunft der Allianz", betonte Wemmer.

Das Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren viel Kapital angehäuft, weil es im Zuge der neuen Kapitalvorschriften der EU für die Branche ("Solvency II") strengere Auflagen fürchtete. Nun hat es weitgehend Klarheit, wie die neuen Regeln aussehen. Ende September lag die sogenannte Solvabilitätsquote der Allianz mit 184 Prozent deutlich über den Anforderungen, der Konzern saß auf 58,2 Milliarden Euro Eigenkapital. Allein seit Jahresbeginn ist die Kapitaldecke um acht Milliarden Euro gewachsen.

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Im dritten Quartal machten kräftige Zuwächse im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft die Einbußen im Fondsgeschäft um den gebeutelten Vermögensverwalter Pimco mehr als wett. Von Juli bis September verdiente die Allianz operativ 2,65 Milliarden Euro, ein Plus von gut fünf Prozent. Sie übertraf damit die Prognosen von Analysten, die im Schnitt von 2,58 Milliarden ausgegangen waren. Der Umsatz stieg um 14,5 Prozent auf 28,8 Milliarden Euro. In der Lebens- und Krankenversicherungen schnellten die Beitragseinnahmen im Quartal um 25 Prozent nach oben. Vor allem in Italien und den USA gab es kräftige Zuwächse.

Pimco, der weltgrößte Anbieter von Anleihefonds, war Ende September vom Abgang seines Gründers und Anlage-Gurus Bill Gross erschüttert worden. Im dritten Quartal zogen die Kunden gut 49 Milliarden Euro aus Pimco-Fonds ab, Anfang Oktober gingen die Abflüsse weiter. Die Allianz hofft aber, dass der Abwärtstrend nun gestoppt ist. "Die Nettomittelabflüsse nach dem Weggang von Bill Gross lagen im Rahmen unserer Erwartungen", sagte Wemmer. "Pimco liefert weiterhin sehr gute Ergebnisse."

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