Wachstumswerte: 3-D-Druck und Oberflächenveredelung

Wachstumswerte: Die spannendsten Tech-Aktien für Mutige

3-D-Druck und Oberflächenveredelung

Alphaform - Der Bauteilespezialist profitiert von der Hoffnung auf 3-D-Druck

Was machen Sie? Kerngeschäft ist die Herstellung spezieller Einzelbauteile für die orthopädische Industrie, die Medizintechnik oder die Autoindustrie. Wichtiges Produktionsverfahren ist der 3-D-Druck. Hierbei werden feine Schichten aus Metall oder Kunststoff aufeinandergestapelt, mit Laser verschmolzen, und so wird ein dreidimensionaler Gegenstand hergestellt – zum Beispiel ein Bauteil für ein Fahrzeug oder ein Hüftgelenk.

Umsatz und Gewinne

Seitdem das Unternehmen an der Börse ist, schwanken die Umsätze ohne klaren Trend zwischen 18 Millionen und 27 Millionen Euro. In diesem Jahr sind rund 26 Millionen Euro absehbar. Netto werden allerdings nach zwei Gewinnwarnungen in diesem Jahr Verluste bleiben – wie schon sieben Mal zuvor seit Börsengang.

Bewertung

Wenn im nächsten Jahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelingt, wäre eine 17-fache Gewinnbewertung für einen Spezialisten wie Alphaform nicht überzogen. Auch gemessen am Geschäftsvolumen, bei dem jeder Euro Jahresumsatz derzeit mit 62 Cent bezahlt wird, ist das Papier nicht zu teuer. Das Problem: Angesichts der bisher unsteten Entwicklung ist die Gewinnprognose unsicher.

Was treibt den Kurs?

Positiv: Entscheidend ist, dass der Wechsel von der bisherigen Prototypen- und Kleinauftragsfertigung zur umfangreichen Serienproduktion gelingt. Dann wären in den nächsten Jahren ein jährliches Geschäftsvolumen von weit mehr als 30 Millionen Euro möglich und dazu nachhaltige Gewinne.

Negativ: Kommt es nicht zur Serienfertigung, werden Einnahmen aus dem laufenden Geschäft nicht ausreichen, und die derzeit gute Kapitalausstattung (aktuell 56 Prozent Eigenkapitalquote; 2007 noch 85 Prozent) wird weiter aufgezehrt.

Plus/Minus

+ 3-D-Druck ist ein vielversprechender Zukunftsmarkt, der allerdings noch in den Kinderschuhen steckt.

+ Bei wichtigen Großkunden (Audi, BMW, Daimler) haben sich die Geschäfte belebt, die Bestellungen nehmen zu.

- In den kommenden Jahren besteht weiterer Finanzbedarf, bei steigenden Kursen sind Kapitalerhöhungen wahrscheinlich.

Fazit

Riskante Aktie in einem interessanten Markt, die Prognoseunsicherheit dürfte Investoren abschrecken

Nanogate - Die Oberflächenexperten aus dem Saarland machen Produkte kratzfest, wasserabweisend oder reibungsarm

Was machen Sie? Nanogate veredelt Oberflächen, vor allem von Metallen, Kunststoffen, Glas und Textilien. Produkte sollen zum Beispiel kratzfest, wasserabweisend oder reibungsarm werden; Kunden stammen aus der Autobranche, dem Maschinenbau, der Flugzeugindustrie, der Textilindustrie, der Sport- und Freizeitindustrie.

Umsatz und Gewinne

Seit Börsengang hat sich das Geschäftsvolumen kontinuierlich auf fast 50 Millionen Euro versechsfacht. Bleibt es auch künftig bei der bisherigen durchschnittlichen Wachstumsrate von rund 20 Prozent pro anno, sind bis 2018 rund 100 Millionen Euro Jahresumsatz realistisch. Die Erträge schwanken: 2009 und 2011 kam es zu hohen Verlusten, 2013 sind netto nur wenige Hunderttausend Euro in Sicht; für das Geschäftsjahr 2014 wird ein Gewinnsprung erwartet.

Bewertung

Die Aktie ist viel teurer als klassische Spezialchemiker, die Dividendenrendite macht nur 0,3 Prozent aus.

Was treibt den Kurs?

Positiv: Durch neue Aufträge sollte das organische Wachstum gesichert werden. Technologisch muss Nanogate führend bleiben – entweder durch eigene Entwicklungen oder Zukäufe. Operativ sollten dauerhaft Gewinne erwirtschaftet werden.

Negativ: Sollte es bei Konkurrenten zu entscheidenden Neuerungen bei der Oberflächentechnik kommen, könnte Nanogate schnell an Attraktivität verlieren. Umfangreiche Aufträge (wie jüngst von VW) erhöhen die Abhängigkeit von großen Kunden.

Plus/Minus

+ Hat eine führende Position auf einem vielversprechenden Markt, renommierte Kunden (Miele, Airbus, BMW, Bosch-Siemens, Daimler) und erzielt nachhaltige Umsatzsteigerung.

- Gewinne sind weder hoch noch dauerhaft. Das Eigenkapital (42 Prozent der Bilanzsumme) ist zwar solide, wächst aber langsamer als das Geschäftsvolumen.

- 52 Prozent der Aktien gehören Private Equity (Heidelberg Capital Private Equity Fund und BIP Investment Partners), die bei höheren Kursen Kasse machen könnten.

Fazit

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Starke Marktposition, teure Aktie, insgesamt positive Kursaussichten

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