Währungskrise in Russland: Rubel auf Rekordtief

Währungskrise in Russland: Rubel auf Rekordtief

, aktualisiert 01. Dezember 2014, 10:45 Uhr
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Russlands Börse taumelt, der Rubel notiert auf Rekordtief.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Sanktionen und der niedrige Ölpreis treffen die russische Wirtschaft. Der Rubel stürzt immer tiefer. Der Verfall erinnert an die Rubelkrise in den 1990er-Jahren. Präsident Putin gibt sich gelassen.

FrankfurtDer rasante Preisverfall beim Öl trifft die russische Wirtschaft und belastet den Rubel: Der Dollar kletterte in der Spitze um 3,3 Prozent auf ein Rekordhoch von 52,05 Rubel. Der Euro markierte mit 64,94 Rubel ebenfalls eine Bestmarke. Das Tempo desVerfalls erinnert inzwischen an die sogenannte Rubelkrise 1998. Der Moskauer Aktienindex RTS fiel um bis zu 4,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit fast fünfeinhalb Jahren.

Russland, das rund 40 Prozent seiner staatlichen Einnahmen aus dem Öl-Export bezieht, gehen nach eigener Auskunft bis zu 100 Milliarden Dollar jährlich durch den fallenden Ölpreis verloren. Die Entscheidung der Opec, die Fördermenge unverändert zu belassen, hatte die Talfahrt der Ölpreise zuletzt noch einmal beschleunigt. Brent notierte am Montag mit 67,53 Dollar auf dem niedrigsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Seit Jahresanfang ist der Brentpreis vor allem wegen der Wirtschaftsflaute in Europa und China um fast 40 Prozent eingebrochen.

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Der Ölpreis werde sich in der ersten Jahreshälfte 2015 erholen, meinte Putin noch am Freitag bei einem Treffen mit Rohstoffexperten zuversichtlich. Russland sieht sich noch immer durch Währungsreserven von rund 400 Milliarden US-Dollar gestärkt.

Finanzminister Anton Siluanow muss angesichts des gefallenen Ölpreises nun seinen Haushalt für 2015 überarbeiten - weil er von einem Preis von 96 US-Dollar je Barrel ausging. Jetzt will er nur noch 80 Dollar ansetzen. Doch auch das halten viele für optimistisch. Zudem sollen rund 500 Milliarden Rubel (acht Milliarden Euro) aus einem Reservefonds fließen, um den Haushalt zu decken.

Der Chef des größten staatlichen Ölkonzerns Rosneft, Igor Setschin, meinte, dass der Preis noch bis auf 60 Dollar sinken könnte. Er erwartet erst in der zweiten Hälfte 2015 einen Anstieg. Analysten erinnerten zuletzt aber auch daran, dass Russland in den Krisenjahren 2008 und 2009 letztlich über die Runden kam. Bei Selbstkosten von vier bis fünf US-Dollar je Barrel gilt die Förderung in Russland weiter als profitabel und deutlich günstiger als im internationalen Vergleich.

Quelle:  Handelsblatt Online
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