Wall-Street-Ausblick: Europäer agieren, US-Börsen reagieren

Wall-Street-Ausblick: Europäer agieren, US-Börsen reagieren

, aktualisiert 26. November 2011, 20:31 Uhr
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Händler an der Wall Street: Banger Blick nach Europa.

Quelle:Handelsblatt Online

Hält die Negativserie der US-Börsen an? Experten erwarten hypernervöse Märkte, die sich nach den Entwicklungen in Europa richten dürften. Nächste Woche geben gleich drei „Problemstaaten“ neue Anleihen aus.

New YorkJeden Tag rote Zahlen - und in der kommenden Woche dürfte nicht viel Besseres auf die Aktienhändler in New York warten. Solange die europäische Schuldenkrise den Investoren eine Hiobsbotschaft nach der anderen liefert, können sich auch Lebenszeichen aus der erwachenden US-Konjunktur nicht durchsetzen. Der Grundton an der Wall Street dürfte negativ bleiben und der Markt weiter hypernervös auf die Schlagzeilen vom alten Kontinent reagieren. Mit Italien, Spanien und Belgien wollen sich in der kommenden Woche gleich drei Euro-Staaten frisches Geld besorgen, deren Kreditwürdigkeit in Zweifel steht. Die Aktienmärkte werden sich im Sog ihrer Renditen bewegen.

„Kreditmärkte und Festverzinsliche geraten etwas stärker ins Auge des Sturms“, sagt Wasif Latif, Vize-Präsident für Unternehmensinvestitionen bei USAA Investment Management, das von Texas aus 45 Milliarden Dollar betreut. „Hier wachsen die Spannungen. Die Aktienseite reagiert eher.“

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Auch die Verschnaufpause zu Thanksgiving hat den Abwärtstrend an der Wall Street nicht gestoppt. Die Indizes beendeten zuletzt sieben Handelstage in Folge im Minus und gaben im Wochenvergleich parallel zu den europäischen Märkten rund fünf Prozent ab. Nicht einmal die überraschende Einkaufsfreude der US-Bürger zum Auftakt des immens wichtigen Weihnachtsgeschäfts am Freitag konnte die Stimmung umkehren.

Experten erwarten, dass sich an diesem Bild nicht viel ändern wird: Zwar dürften einschlägige Indikatoren zum US-Arbeitsmarkt den konjunkturellen Silberstreif am Horizont verbreitern. Am Mittwoch erwarten Experten gute Zahlen zum monatlichen Stellenaufbau von der privaten Arbeitsagentur ADP, am Freitag von der Regierung. Auch Daten zum US-Verbrauchervertrauen am Dienstag und zur Lage der US-Industrie am Mittwoch könnten die aufkeimenden Hoffnungen bestätigen. Die große Richtung gibt jedoch Europa vor.

Gleich zu Wochenbeginn wird US-Präsident Barack Obama bei einem Gipfeltreffen mit den Spitzen der EU einmal mehr auf eine schnelle Lösung der Schuldenkrise pochen, was aus US-Sicht eine viel größere Rolle der Europäischen Zentralbank erfordert als geldpolitisch konservative Staaten wie Deutschland oder Österreich zulassen wollen. Dienstag und Mittwoch ringen die EU- sowie die Euro-Finanzminister um die nächsten Schritte auf dem Weg aus der Krise. Es stehen Entscheidungen zur verzögerten Kredittranche für Griechenland und zum geplanten Hebel für den Rettungsschirm EFSF an, der mehr Investoren ins Boot holen soll. Die stürmischsten Impulse werden jedoch erwartet, wenn Belgien am Montag, Italien am Montag und Dienstag sowie Spanien und Frankreich am Donnerstag den Kapitalmarkt anzapfen. Sollten sie wieder teuer dafür bezahlen müssen, steht die Farbe der Börsen schon fest: Sie werden wieder in Rot erglühen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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