Wall-Street-Ausblick: Gewinnwarnungen machen US-Händlern zu schaffen

Wall-Street-Ausblick: Gewinnwarnungen machen US-Händlern zu schaffen

, aktualisiert 12. Dezember 2011, 07:29 Uhr
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Die Wall Street - Heimat der US-Börsen.

Quelle:Handelsblatt Online

Gewinnwarnungen treiben die Händler an der Wall Street um. Denn: Die Schuldenkrise in Europa macht auch den US-Unternehmen zu schaffen. Geht das Auf und Ab der vergangenen Woche weiter?

New YorkGewinnwarnung könnte das Wort der Woche an der Wall Street werden. Das zumindest befürchten Investoren, nachdem der Chiphersteller Texas Instruments und der Chemiekonzern DuPont wegen der Wirtschaftsflaute in Europa und den USA ihre Jahresziele einstampften. Nachdem die Einzelhändler in das wichtige Weihnachtsgeschäft gut gestartet sind, war die Stimmung eigentlich nicht schlecht. Doch nach Ansicht von Experten wirkt sich die Schuldenkrise in Europa immer deutlicher auf die Gewinnausblicke aus.

Seit dem Sommer haben sich die Gewinnaussichten für die im S&P 500 gelisteten Firmen deutlich verschlechtert. Nach Daten von Thomson Reuters rechnen Analysten im vierten Quartal nur noch mit einer Gewinnsteigerung von durchschnittlich zehn Prozent. Noch im Juli gingen sie von 17,6 Prozent aus. Im Oktober lag der erwartete Zuwachs bei 15 Prozent. Auch deutsche Unternehmen, die sich bislang trotz der Krise in der Eurozone eher robust zeigten, bekommen die Unsicherheit zu spüren: So rückte der bayerische Spezialchemieanbieter Wacker am Donnerstag von seiner Gewinnprognose für dieses Jahr ab.

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Zum Wochenausklang konzentrierten sich Investoren an der Wall Street aber auf den EU-Gipfel in Brüssel, wo sich Staats- und Regierungschefs auf eine stärkere Integration einigten, um die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen. Seit Monaten hält die Lage in Ländern wie Griechenland oder Italien die Investoren in Atem. Aus Sicht vieler Experten sind europäische Politiker zu zögerlich. So führt der Portfoliomanager Chad Morganlander die vorsichtigeren Ausblicke von Unternehmen darauf zurück, dass europäische Politiker die Märkte nicht beruhigen konnten. Er rechnet zudem damit, dass die Sparmaßnahmen im kommenden Jahr auf die Gewinne von Konzernen drücken.

Doch nicht alle Investoren sind pessimistisch. So geht der Milliardär und Vermögensverwalter Kenneth Fisher davon aus, dass 2012 ein sehr gutes Jahr für die USA werden wird. Er hofft dabei vor allem auf steigende Umsätze, wie er auf einer Reuters-Konferenz sagte.

Rohstoff- und Finanzbranche unter Druck

Allerdings haben sich die Gewinnaussichten für US-Unternehmen für das vierte Quartal deutlich eingetrübt. Abgesehen von den Branchen Gesundheit und Basiskonsumgüter korrigierten Analysten ihre Erwartungen für das vierte Quartal für alle Wirtschaftsbereiche nach unten. Besonders hart trifft es Rohstoffe und die Finanzbranche. Bei Rohstoffunternehmen sollen die Profite zum Jahresende um 1,4 Prozent zurückgehen. Im Bankensektor rechnen die Experten zwar mit einem Gewinnwachstum von immerhin 18,3 Prozent. Aber noch im Oktober lag die Erwartung bei 26,6 Prozent.

Die Finanzbranche gilt angesichts der Schuldenprobleme in Europa als besonders verwundbar. Am Freitag verzeichneten Aktien von Instituten wie Citigroup oder Morgan Stanley deutliche Gewinne, nachdem die Beschlüsse des EU-Gipfels bekannt wurden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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