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Wall-Street-Ausblick: Heute die USA, morgen wieder Europa

Quelle: Handelsblatt Online

Nach den guten US-Arbeitsmarktdaten rückt in der kommenden Börsenwoche die europäische Schuldenkrise in den Fokus der Wall Street zurück. Unterdessen feiert die Berichtssaison der US-Unternehmen Bergfest.

An der Wall-Street schaut man nun wieder nach Griechenland. Quelle: AFP
An der Wall-Street schaut man nun wieder nach Griechenland. Quelle: AFP

New YorkDas Ringen um ein umfassendes Hilfspaket für Griechenland wird auch an den US-Börsen mit Spannung verfolgt. Hoffnungen auf einen schnellen Abschluss der Gespräche über einen massiven Forderungsverzicht der privaten Gläubiger erhielten einen Dämpfer. „Es ist das alte Ping-Pong-Spiel. Heute die USA, morgen wieder Europa“, sagte Joe Saluzzi von Thamis Trading in New Jersey. „Normalerweise geht in einer solchen Lage, wenn es keine wirtschaftlichen Neuigkeiten gibt, die Tendenz nach oben.“ Allerdings würden mögliche Entwicklung in Europa, wie zum Beispiel ein Anstieg der Zinsen für Staatsanleihen, auch für den US-Markt ein potentielles Risiko darstellen.

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Die Berichtssaison der US-Unternehmen feiert Bergfest, unter anderem stellen Walt Disney, Cisco und Coca Cola ihre Zahlen vor. Auch der Börsenbetreiber Nyse Euronext legt seine Bilanz vor, nachdem am Mittwoch die milliardenschwere Fusion mit der Deutschen Börse geplatzt war. Die EU-Kommission untersagte den Zusammenschluss zum weltgrößten Börsenbetreiber.

Bisher haben 283 Unternehmen des S&P 500 ihre Quartalsberichte vorgestellt. Rund 60 Prozent davon konnten mit ihren Erträgen die Erwartungen der Analysten übertreffen. Diese Quote liegt unter den Werten in den Vorquartalen zu diesem Zeitpunkt.

Die Erholung des US-Arbeitsmarkts überraschte die Wall Street zum Wochenausklang positiv und schürte Hoffnungen auf ein Widererstarken der weltgrößten Volkswirtschaft. Der Nasdaq-Index stieg auf den höchsten Stand seit elf Jahren. Das Plus bei neu geschaffenen Stellen war so groß wie seit neun Monaten nicht mehr. „Der Arbeitsmarktbericht war großartig aber das Handelsvolumen war nicht sehr groß, daher gibt noch immer einige Zweifel“, sagte Ken Polcari von ICAP Equities in New York. Gerade die Manager großer Vermögen würden eine Entscheidung in Griechenland abwarten, um wieder im großen Still in den Handel einzusteigen.

Die Finanzminister der Euro-Zone werden sich nach Angaben von Griechenlands Ressortchef Evangelos Venizelos am Mittwoch treffen. Ursprünglich wollten die Minister bereits am Montag über das Thema Griechenland beraten. Zugleich kündigte Venizelos an, dass die Vertreter der griechischen Regierung am Wochenende über weitere Sparschritte beraten würden.

 

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