Wall Street: Carl Icahn warnt bei Aktien zu Vorsicht

Wall Street: Carl Icahn warnt bei Aktien zu Vorsicht

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Nicht nur Icahn reagierte besorgt, auch Experten vom Broker ETX Capital sagten, die europäische Situation habe das Potenzial, das europäische Bankensystem wieder ins Wanken zu bringen.

"Es ist an der Zeit, vorsichtig zu sein" - mit diesen Worten warnt Milliardär Carl Icahn vor dem US-Aktienmarkt. Grund für die Warnung könnte die Sorge um den europäischen Bankensektor sein.

Der Milliardär und Investor Carl Icahn mahnte am Donnerstag, dem US-Aktienmarkt mit Vorsicht zu begegnen. Er selbst hätte zwar ein gutes Jahr gehabt, sagte Icahn in einem Telefoninterview, sei nun aber sehr selektiv bei den Unternehmen, die er noch kaufen möchte.

Viele US-Aktien brachen am Donnerstag ein. Unruhen im europäischen Bankensektor könnten der Auslöser für die Warnung sein. In Portugal wachsen die Sorgen um die Großbank Banco Espírito Santo (BES). Die Börsenaufsicht CMVM in Lissabon setzte am Donnerstag die Notierung der Aktien der größten Privatbank des Landes bis auf weiteres aus. Die Lage des Geldhauses, das in Portugal bislang als ein Inbegriff der Seriosität gilt, löste auch auf den internationalen Finanzmärkten Unruhe aus.

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Insbesondere die New Yorker Aktienmärkte haben auf die Sorge um den europäischen Bankensektor reagiert. Der Leitindex Dow Jones Industrial ging 0,42 Prozent tiefer bei 16.915,07 Punkten aus dem Handel. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,41 Prozent auf 1964,68 Punkte. Vor einer Woche hatten die Indizes noch Rekordhochs erreicht, bröckelten dann aber in einer Korrektur ab. An der Technologiebörse schloss der Auswahlindex Nasdaq 100 am Donnerstag um 0,33 Prozent tiefer bei 3880,04 Punkten.

Nicht nur Icahn reagierte besorgt, auch Experten vom Broker ETX Capital sagten, die europäische Situation habe das Potenzial, das europäische Bankensystem wieder ins Wanken zu bringen.

Dennoch zeigte sich die EU-Kommission unbeeindruckt. „Wir sehen hier keinen Anlass für übermäßige Besorgnis“, sagte der Sprecher von EU-Währungskommissar Siim Kallas am Freitag in Brüssel. „Wir sind zuversichtlich, dass jegliche Probleme im System rasch und effizient angegangen werden.“

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Der Sprecher wollte zwar keinen Kommentar zu einer einzelnen Bank abgeben, erinnerte aber daran, dass das portugiesische Finanzsystem in den vergangenen Jahren im Rahmen des Hilfsprogramms verstärkt worden sei.

Die internationalen Geldgeber hatten Portugal 2011 mit einem Hilfspaket von 78 Milliarden Euro vor der Pleite bewahrt. Lissabon musste sich im Gegenzug zu einer strikten Sparpolitik und einer Sanierung seiner Staatsfinanzen verpflichten. Am 17. Mai verließ Portugal den EU-Rettungsschirm.

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