
In dem krisengeschüttelten Euro-Mitgliedsland Griechenland erklärte die Rechtsaußen-Regierungspartei Laos, sie könne das Sparpaket nicht mittragen. Ihre vier Minister boten den Rücktritt an. Damit bleibt eine zentrale Forderung der internationalen Geldgeber nach parteiübergreifender Unterstützung für den Sparkurs unerfüllt. Auch die Proteste gegen die drastischen Bedingungen für weitere Hilfen eskalierten erneut.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab in den ersten Minuten um 0,8 Prozent auf 12.789 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 0,9 Prozent auf 1339 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor ebenfalls 0,9 Prozent auf 2899 Punkte.
Zudem belasteten enttäuschende Konjunkturdaten das Marktgeschehen. China drosselte seine Importe im Januar so stark wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Außerdem weitete sich das US-Außenhandelsdefizit im Dezember aus.
Bei den Einzelwerten standen die Aktien der New Yorker Börse auf den Einkaufszetteln der Händler. Kurz nach der Absage der Fusion mit der Deutschen Börse übertraf die Nyse Euronext mit einem Gewinnanstieg von 13 Prozent die Erwartungen von Branchenexperten. Der um Fusionskosten bereinigten Nettogewinn belief sich auf 128 Millionen Dollar, während Analysten hier von gut 126 Millionen ausgegangen waren. Die Nyse-Scheine verteuerten sich um 0,5 Prozent.
Ebenfalls gefragt waren die Anteilsscheine des Internet-Unternehmens Yahoo. Eine komplexe Vereinbarung zwischen dem chinesischen Online-Giganten Alibaba und seinem Großaktionär Yahoo könnte dem angeschlagenen US-Internetpionier Milliarden in die Kasse spülen. Yahoo-Papiere rückten um moderate 0,3 Prozent vor.
Unter die Räder kamen die Aktien von Banken. Börsianer erwarten, dass die Geldinstitute bei einer Pleite Griechenlands hohe Abschreibungen vornehmen müssen. Bank of America und Citigroup ließen jeweils 1,8 Prozent Federn.





