Wandelanleihen: Zwei Anlageklassen in einem

Wandelanleihen: Zwei Anlageklassen in einem

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Wandelanleihen

von Annina Reimann

Die Papiere bieten Zinsen und können in Aktien getauscht werden. Welche Vorteile Wandelanleihen in Krisen haben, wie Anleger sie einsetzen sollten.

In der Theorie ist alles wunderbar: Bei Inflation bieten Wandelanleihen, die zum Ende ihrer Laufzeit in Aktien getauscht werden können, die Sicherheit von Sachwerten. Sie wären den meisten anderen Anleihen, die bei Inflation im Wert fallen, überlegen. Herrscht Deflation, fallen also Preise, Zinsen und Aktienkurse, wird die Wandlung in Aktien unattraktiv. Dann wählt der Anleger die Rückzahlung in Cash und bekommt seinen Einsatz zu 100 Prozent zurück. In unsicheren Zeiten wappnen sich Investoren so für beide Szenarien, Inflation und Deflation.

Doch Wundermittel gibt es an der Börse nicht - auch bei Wandlern gibt es Fallstricke. Wie die Papiere funktionieren, was Anleger beachten müssen.

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Wer einen Wandler bei Emission zeichnet oder später kauft, hat ein Wahlrecht, er kann, außer bei Zwangswandlern, auch auf die Aktie verzichten und seinen Einsatz zurückfordern. Wandler fallen deshalb in heiklen Börsenphasen im Kurs oft nicht so stark wie die ihnen zugrunde liegenden Aktien. „Wandelanleihen machen rund zwei Drittel des Kursanstiegs einer Aktie mit, aber nur ein Drittel des Abstiegs“, sagt Michael Prinz zu Salm-Salm von der auf Wandelanleihen spezialisierten Vermögensverwaltung Salm-Salm & Partner.

Festgelegtes Verhältnis

Das Verhältnis, zu dem Anleihen in Wertpapiere umgetauscht werden, wird vorab festgelegt. Lohnt sich der Umtausch von Anleihen in Aktien nicht, zahlt das Unternehmen zum Ende der Wandlungsfrist den Nominalbetrag meist automatisch aus. Kleine Wermutstropfen bleiben: Viele Wandelanleihen sind unter bestimmten Bedingungen kündbar. Sinken die Zinsen am Markt, kann der Emittent die Anleihe vor Ende der Laufzeit gegen Aufschlag zurückzahlen. Und der Zinskupon fällt bei Wandelanleihen im Vergleich zu gewöhnlichen Anleihen geringer aus. Immerhin sind die Unterschiede zuletzt geschmolzen. Lagen die Abschläge zwischen den Kupons gewöhnlicher Anleihen und denen von Wandelanleihen vor drei Jahren im Schnitt noch bei drei Prozent, macht der Unterschied heute oft nur noch 0,5 Prozent aus.

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