Warren Buffett: Ein Mittagessen für dreieinhalb Millionen Dollar

Warren Buffett: Ein Mittagessen für dreieinhalb Millionen Dollar

, aktualisiert 11. Juni 2016, 10:32 Uhr
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Um mit dem legendären US-Investor Warren Buffet Mittag essen zu können, greifen Menschen tief in die Tasche.

von Frank WiebeQuelle:Handelsblatt Online

Der US-Milliardär hat auch in diesem Jahr ein privates Mittagessen mit sich selbst für wohltätige Zwecke versteigert. Der Gewinner der Auktion hat den bisherigen Rekordpreis egalisiert – will aber lieber anonym bleiben.

New York„Dieser Gegenstand ist verkauft. Siehe unten ähnliche Gegenstände“, heißt es bei Ebay in der Nacht zum Samstag.

Der „Gegenstand“ ist ein Mittagessen für 3.456.789 Dollar. Der Gewinner der Auktion wollte anonym bleiben. Aber Gastgeber ist der berühmte Investor Warren Buffett, einer der reichsten Männer der Welt, und Nutznießer ist die Glide-Stiftung, die sich die Armutsbekämpfung im San Francisco zur Aufgabe gemacht hat.

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Im vergangenen Jahr erwarb das chinesische Gaming-Unternehmen Da Lian Zeus Entertainment das Recht zum wahrscheinlich teuersten Mittagessen der Welt. Damals kostete es aber nur knapp 2,4 Millionen Dollar. Mit der einfachen Zahlenreihe als Gebot egalisierte der Bieter nun den bisherigen Rekordpreis aus dem Jahr 2012. Damals war der Betrag die höchste Summe gewesen, die jemals bei einer Wohltätigkeitsauktion auf eBay erzielt worden war.

Die Versteigerung hatte am vergangenen Sonntag begonnen. Am Freitagvormittag lag das höchste Gebot bereits bei mir als 2,6 Millionen Dollar (2,3 Millionen Euro).

Der Gewinner darf ein paar Freunde mitbringen. Gegessen wird meist in einem New Yorker Steakhouse. Buffett ist nicht als Feinschmecker bekannt, eher als Anhänger solider amerikanischer Kost.

Warren Buffett hat seit gut 15 Jahren mehr als 20 Millionen Dollar auf diese Weise eingeworben. Für den Milliardär, der sein Vermögen ohnehin der Gates-Stiftung gewidmet hat, eher ein Klacks. Aber die Aktion macht immer wieder sensationsträchtig auf die klaffenden Lücke zwischen Arm und Reich deutlich, die in San Francisco besonders deutlich zu spüren ist, wo Jung-Miliardäre auf der Straße auf zahlreiche Obdachlose treffen, die sich die überteuerten Mieten einfach nicht mehr leisten können.

Buffett hatte die Tradition ins Leben gerufen, nachdem ihn seine erste Ehefrau Susie mit der Stiftung vertraut gemacht hatte, bei der sie gearbeitet hatte. Susie Buffett starb 2004, doch die Verbindung zwischen ihrem Gatten und Glide blieb bestehen.

Das Essen mit Buffett gilt in der Finanzszene als Ritterschlag. So wurde der chinesische Hedge-Fonds-Manager Zhao Danyang 2010 mit einem Schlag an der Wall Street bekannt, als er dafür 2,1 Millionen Dollar springen ließ. Weniger Glück hatte ein Kanadier, der auch ein Essen mit sich angeboten hatte: „Wenn Du Dir Buffett nicht leisten kannst, dann gehen eben wir zusammen zum Lunch. Wir können auch über Geld reden - wenn Du welches hast.“ Er hatte kein Glück: Niemand wollte auch nur die 25 Dollar des Startgebots zahlen.

Der Reiz, mit Warren Buffett zu speisen, liegt in der Hoffnung, von ihm ein paar wertvolle Tipps für die Vermögensanlage abzustauben, oder aber sogar mit ihm ins Geschäft zu kommen, was aber offenbar meist nicht gelingt. Oder einfach darin, bei einer weltweit bekannten, glamourösen Aktion zum Zuge zu kommen. In Amerika und im Rest der Welt gibt es genug Leute, die sich solchen Luxus leisten können.

Quelle:  Handelsblatt Online
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