Wegen britischer Parlamentswahl: Londoner Börse tritt auf der Stelle

Wegen britischer Parlamentswahl: Londoner Börse tritt auf der Stelle

, aktualisiert 08. Juni 2017, 13:21 Uhr
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Kaum Bewegung an der Londoner Börse am heutigen Wahltag.

Quelle:Handelsblatt Online

Am Tag der britischen Parlamentswahl hat sich an der Londoner Börse kaum etwas bewegt. Der Leitindex „Footsie“ verharrte auf konstantem Niveau. Die Börsianer spielen indes alles möglichen Wahlszenarien durch.

LondonDie Londoner Börse ist am Wahltag auf der Stelle getreten. Der Leitindex „Footsie“ kam bis zum Mittag so gut wie nicht vom Fleck, verharrte mit 7481 Punkten aber in Sichtweite der Bestmarke von knapp 7599 Zählern, die er am Freitag markiert hatte. Umfragen zufolge dürfte Premierministerin Theresa May künftig im Unterhaus eine größere Mehrheit hinter sich vereinen. Doch spielten Börsianern zufolge die Anleger weiter alle Szenarien durch. Schließlich habe 2016 kaum jemand das Ja der Briten zum Brexit und die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten auf dem Schirm gehabt. Erste Ergebnisse werden erst für die Nacht erwartet. Daher stocken viele Banken und Broker ihre Nachtschichten auf.

„Einige Akteure wurden angewiesen, ihre Bücher möglichst glattzuhalten, also keine langen Positionen aufzubauen“, sagte Paul Mumford, Fondsmanager beim Cavendish Opportunities Fonds. Im Falle einer Koalition oder gar eines Sieges der oppositionellen Labour-Partei oder einer nur geringen Mehrheit für die Konservativen sei mit kurzfristigen Turbulenzen zu rechnen.

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Sollte May die Wahl klar gewinnen, könnten einige Anleger auch Kasse machen - vor allem bei den Werten aus der zweiten und dritten Reihe. Die Analysten von Citi rieten den Investoren zu einer Absicherung ihrer britischen Investments über die „UK 8“-Liste, die sich aus Aktien von Großkonzernen zusammensetzt, die am wenigsten vom inländischen Markt abhängen. Dagegen sollten sie die „Anti UK 8“-Liste meiden, in der die Firmen mit der größten Abhängigkeit von der britischen Konjunktur zusammengefasst sind.

Quelle:  Handelsblatt Online
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