Weniger Abschreibungen: Börsenerholung stimmt Versicherer positiv

Weniger Abschreibungen: Börsenerholung stimmt Versicherer positiv

Gute Geschäfte am Kapitalmarkt und geringe Belastungen durch Naturkatastrophen stimmen Europas große Versicherer zuversichtlich. Auch die großen Rückversicherer haben gut Lachen - trotz Sandy.

Die Münchner Allianz und der italienische Rivale Generali haben im dritten Quartal außerordentlich gut verdient und rechnen auch im Gesamtjahr mit Zuwächsen. Beide Unternehmen profitierten davon, dass sich die Aktien- und Anleihemärkte erholt haben. Sollte die Schuldenkrise aber wieder eskalieren, könnte sich das Bild rasch ändern. Denn die Assekuranzen sitzen auf riesigen Beständen italienischer und französischer Staatsanleihen.

Allianz-Finanzchef Oliver Bäte betonte, die gerade erst angehobene Gewinnprognose sei durch Hurrikan "Sandy" nicht in Gefahr. Es gebe dank eines Rückversicherungsschutzes eine klare Obergrenze für die eigene Belastung durch den Sturm, der Ende Oktober in New York und Umgebung schwere Schäden angerichtet hatte. Zahlen wollte Bäte nicht nennen. Die gesamte Branche wird laut Experten für fünf bis 20 Milliarden Dollar geradestehen müssen. Damit wird "Sandy" einer der teuersten Hurrikane der vergangenen Jahrzehnte werden.

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Die großen Rückversicherer Munich Re, Swiss Re und Hannover Rück zeigen sich allerdings unbeeindruckt vom Hurrikan. Munich Re beispielsweise hob die Gewinnprognose für 2012 auf rund drei Milliarden Euro an, alle drei Unternehmen wollen für das laufende Jahr die Dividende erhöhen und gemeinsam insgesamt 3,9 Milliarden Euro an ihre Aktionäre ausschütten.

Generali will mehrere Töchter loswerden

Generali wies für Juli bis September einen Überschuss von 291 (Vorjahr: knapp 20) Millionen Euro aus. Bei der Allianz blieben unter dem Strich 1,43 Milliarden (258 Millionen) Euro hängen. Im Vorjahr hatten beide Firmen unter dem Schuldenerlass für Griechenland sowie schmerzhaften Abschreibungen auf Aktien gelitten. Um die Profitabilität zu verbessern und das Kapital zu stärken, hat Generali bereits die israelische Tochter Migdal abgestoßen und sucht momentan Interessenten für Bankaktivitäten in der Schweiz und eine Rückversicherungseinheit in den USA.

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Allianz-Finanzchef Bäte sagte, Italien sei mit den eingeleiteten Reformen auf dem richtigen Weg. Der Versicherer hat in dem schuldengeplagten Land rund 30 Milliarden Euro investiert. "Damit fühlen wir uns wohl." Probleme gebe es dagegen weiter in den USA, wo die Tochter Fireman's Fund sehr unprofitabel arbeite - dieses Quartal primär wegen der Dürre-Schäden. Bäte sagte, Restrukturierungen bei der Tochter seien eingeleitet. "Es wird aber noch eineinhalb bis zwei Jahre dauern."

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