Weniger Apple drin als gewünscht

Börse: Weniger Apple drin als gewünscht

Walter Holick hat Apple untergewichtet – aber nicht aus Überzeugung, sondern weil er nicht anders kann. Eine einzelne Position in seinem Fonds darf nur zehn Prozent ausmachen. Im Index MSCI World IT, mit dem er sein Portfolio vergleicht, ist der iPad- und iPhone-Hersteller dagegen mit 19,5 Prozent gewichtet. Der Fondsmanager des DWS Technology Typ O – O für ohne Ausgabeaufschlag – bedauert das sehr. „Apple ist leider durch nichts zu ersetzen“, sagt Holick. Mit einem kleinen Trick, Terminkontrakten auf den Technologieindex Nasdaq, in dem Apple hoch gewichtet ist, versucht er dies auszumerzen. Denn Holicks oberstes Ziel ist es, seinen Vergleichsindex zu schlagen, bekommt er doch auch eine erfolgsbezogene Vergütung, und der Index wird nun mal von Apple getrieben. Ansonsten verlangt die Deutsche-Bank-Tochter noch eine Gebühr für den Fonds von 1,7 Prozent im Jahr.

Holick verwaltet das Fondsvolumen seit 1992. Aktuell liegt es bei 168 Millionen Euro. Er telefoniert mit einem iPhone 4 und liest Researchberichte auf dem iPad 2. Die größten Positionen im Fonds neben Apple sind Microsoft, IBM, Google und Intel. Die deutsche Softwareschmiede SAP findet sich auch unter den Top Ten wieder. Holick hat sie übergewichtet, weil er die Produkte gut findet. Wichtig sind in dem Sektor vor allem möglichst lange Produktlebenszyklen.

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„Generell verhalten sich größere Werte besser, gerade wenn es mal nach unten geht wie zuletzt“, sagt der Fondsmanager. Deshalb befinden sich in seinem Fonds vor allem Standardwerte. Dafür läuft der Fonds aber auch fast wie der Index.

Wiederholen sich die Muster der Vergangenheit, dann würden die Kurse der Tech-Aktien im September anziehen. Die Qualität vieler Unternehmen sei gut, „bezüglich der Bilanz, der Barbestände und auch der Produktpaletten und Absatzmärkte sind sie gut aufgestellt“, begründet Holick. Nichtsdestotrotz sind Tech-Aktien zyklische Werte. Technologie werde im Sommer weniger nachgefragt, und sollte sich die Euro-Krise zuspitzen, würden Unternehmen Investitionspläne auf Eis legen. Auch der US-Wahlkampf könnte die Kurse beeinflussen. Aktuell hat der Fonds 75 Prozent in US-Aktien investiert – in Dollar versteht sich.

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