Zahlungsunfähiger Leuchtenhersteller: Hess will weg von der Börse

Zahlungsunfähiger Leuchtenhersteller: Hess will weg von der Börse

Der zahlungsunfähige Leuchtenhersteller Hess hat die Börsenzulassung für seine Aktien widerrufen. Ein Handel mit Hess-Aktien habe keine Zukunft, die Papiere sollten daher vom Markt genommen werden.

Das Unternehmen war erst im Herbst vergangenen Jahres an die Börse gegangen, die Erstnotiz lag Ende Oktober bei 15,60 Euro. Nun wurde eine Antrag auf ein Delisting der Aktien gestellt, teilte das Unternehmen mit. Ende Januar hatte der Aufsichtsrat die beiden Vorstände Christoph Hess und Peter Ziegler entlassen wurden. Ihnen wird vorgeworfen, Bilanzen für die Jahre 2011 und 2012 gefälscht zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie sowie weitere Verdächtige. Zuletzt wurden die Aktien an der Börse zu 0,60 Euro gehandelt.

Betrugsverdacht Razzia bei Laternenhersteller Hess

Der Leuchtenhersteller Hess steht im Visier der Staatsanwaltschaft. Der Verdacht: Bilanzfälschung und Anlagebetrug. Nun wurden Büros und Privatwohnungen der früheren Unternehmensvorstände durchsucht.

huGO-BildID: 8582128 Ein Arbeiter montiert am Freitag (25.05.2007) in der Hess Lichttechnik GmbH im ostsächsischen Löbau eine Mastleuchte. Das 2000 gegründete Löbauer Werk ist eine Tochtergesellschaft der Firma Hess AG in Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg). Seit Firmengründung wurden in der Oberlausitz 14 Millionen Euro in das Werk investiert. Am 25.05.2007 wurde ein 4.300 Quadratmeter großer Erweiterungsbau übergeben. 60 Mitarbeiter fertigen in Löbau Mastleuchten für 40 Länder der Erde. Hauptkunden sind Frankreich und die USA. Foto: Matthias Hiekel/lsn +++(c) ZB-FUNKREGIO OST - Honorarfrei nur fuer Bezieher des ZB-Regiodienstes+++ Quelle: ZB

Mit Wirkung zum 1. Mai hat zudem das örtliche Amtsgericht das Insolvenzverfahren über das verbliebene Vermögen eröffnet, wie Hess weiter mitteilte. Zum Insolvenzverwalter wurde der bisher vorläufige Insolvenzverwalter Volker Grub bestellt. Ein Handel mit Hess-Aktien habe keine Zukunft, die Papiere sollten daher vom Markt genommen werden. Sollte das Unternehmen fortgeführt werden, dann nicht börsennotiert.

Anzeige

Um die Firma zu retten, hatte Insolvenzverwalter Volker Grub einen Personalabbau angekündigt. Dazu wird der Leuchtenhersteller Hess voraussichtlich Dutzende weitere Stellen streichen: Der Standort Löbau bei Dresden mit knapp 100 Mitarbeitern stehe ganz auf der Kippe, teilte die Hess AG mit Sitz in Villingen-Schwenningen erst Ende April mit.

Weitere Artikel

„Auf Basis der jetzigen, realistischen Planung wird es schwer, zwei Produktionsstandorte aus eigener Kraft wirtschaftlich zu betreiben“, sagte Vorstand Andreas Budde. Am Standort Villingen, der erhalten bleiben soll, werde die Zahl der Beschäftigten um 20 auf rund 140 verkleinert. Zu dem laufen Gespräche mit Investoren.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%