Zertifikate: Die zehn Top-Unternehmenszertifikate

Zertifikate: Die zehn Top-Unternehmenszertifikate

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Volle Ladung: Aktien-Favorit Linde ermöglicht enorme Gewinne.

von Anton Riedl

Nicht jede Aktie steigt. Wer ein gutes Händchen hat und den Markt richtig einschätzt, verzichtet auf diese Papiere: Mit Zertifikaten kann man mehr herausholen, als mit den Originalaktien.

Wäre der Dax in den vergangenen zehn Jahren so gut gelaufen wie Linde, würde er jetzt bei 11 000 Punkten stehen und nicht bei 6800. Der Industriegase-Spezialist, der sein Kerngeschäft gerade um medizintechnische Gase erweitert, wird dank lebhafter Aufträge aus Asien in diesem Jahr so viel verdienen wie noch nie. Linde gehört zu unseren Favoriten im Dax.

Gut zu wissen, denn: „ Nur wer eine klare Meinung zu dem Basiswert hat, auf den sich ein Zertifikat bezieht, kann sich erfolgreich auf die Suche nach Zertifikaten machen“, sagt Wolfgang Pieper, Vermögensverwalter aus Osnabrück.

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Chartgalerie: Zertifikate auf ausgewählte Dax-Aktien

Bei mehr als 850 000 verschiedenen Papieren, die Banken anbieten, fällt die Suche nach dem passenden ohnehin nicht leicht. Doch wer sich auf die wichtigsten Zertifikatetypen konzentriert und bei der Markteinschätzung ein gutes Händchen hat, kann mit diesen Papieren sogar mehr herausholen als mit Originalaktien.

Long: Gewinn vervielfachen

Die guten Aussichten für Linde machen Appetit auf mehr. Geeignetes Vehikel sind Longzertifikate. Sie versprechen bei niedrigerem Kapitaleinsatz einen höheren Gewinn als die Aktie – wenn diese denn tatsächlich steigt. Statt 126 Euro in eine Linde-Aktie zu stecken, kann man für rund 41 Euro zehn Longpapiere auf Linde ordern. Die 41 Euro ergeben sich aus dem Aktienkurs (126 Euro) minus dem Basispreis der Zertifikate (rund 85 Euro). Der Basispreis ist eine Art Nullpunkt, von dem aus der Wert des Zertifikats berechnet wird.

Steigt die Aktie um 20 Euro auf 146 Euro, macht der Anleger 16 Prozent Gewinn. Die Zertifikate klettern, parallel zur Aktie, ebenfalls um 20 Euro. Da der Anleger aber nur 41 Euro eingesetzt hat, bringen die zehn Zertifikate 49 Prozent Gewinn, dreimal so viel wie die Aktie. Die Vervielfachung funktioniert allerdings auch in die andere Richtung: Fällt die Aktie um 20 Euro, steht sie bei 106 Euro; gleich 16 Prozent Verlust. Das Zertifikat aber geht auf rund 20 Euro zurück, halbiert sich also. Fällt die Linde-Aktie unter den Basispreis bei 85 Euro, geht das Zertifikat k. o., es wird wertlos. Die Aktie dagegen könnte sich, und sei es in einigen Jahren, wieder erholen.

Hebelpapiere sollte nur einsetzen, wer fest mit einem steigenden Kurs des Basiswerts rechnet. Zudem sollte genügend Luft zwischen dem Aktienkurs (126 Euro) und dem Basispreis des Zertifikats (85 Euro) sein. In unserem Beispiel sind es 41 Euro gleich 33 Prozent des Aktienkurses. Wer weniger als 20 Prozent wählt, geht ein hohes K.-o.-Risiko ein. Ein weiterer Longkandidat ist Softwareanbieter SAP.

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