Zertifikattipp: E.On-Discount: Nach Crash vorsichtig auf die Wende setzen

Zertifikattipp: E.On-Discount: Nach Crash vorsichtig auf die Wende setzen

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Grafik: Aktien/Zertifikat-Info E.On

E.On steckt in einer tiefen Krise und geht in die Offensive. Wer bei der Wende mit Rückschlägen rechnet, kann Discounterzertifikate mit einer niedrigen Gewinngrenze einsetzen.

Der Energieriese E.On steckt in der tiefsten Krise, seitdem das Unternehmen vor elf Jahren aus dem Zusammenschluss der Versorger Veba und Viag hervorging. Die mit der Energiewende beschlossene vorzeitige Stilllegung von Kernkraftwerken und die Brennelementesteuer kostete E.On allein in der ersten Hälfte dieses Jahres 1,7 Milliarden Euro. Nach mehr als fünf Milliarden Euro Nettogewinn 2010 dürfte E.On in diesem Jahr nicht einmal mehr die Hälfte davon verdienen. Dazu drücken mehr als 33 Milliarden Euro Nettoschulden und der Vorwurf unerlaubter Preisabsprachen im Gasgeschäft.

Allerdings, nach bis zu 76 Milliarden Euro Verlust an Börsenwert seit 2008 ist aus E.On nun ein Turn-around-Kandidat geworden. Mit 35 Milliarden Euro aktuellem Marktwert bezahlt die Börse derzeit nicht einmal mehr das in der Bilanz genannte Eigenkapital (44 Milliarden Euro).

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E.On selbst geht in die Offensive. Auf dem Heimatmarkt Deutschland sollen in Zukunft mehr kleinere, dezentrale Kraftwerke gebaut und der Anteil des Stroms aus regenerativen Quellen ausgeweitet werden. In den Schwellenländern kann E.On mit seiner Erfahrung bei Gaskraftwerken und großen Windparks punkten. Um die Kosten zu senken, sollen von den weltweit 85.000 Stellen mehr als 10.000 abgebaut werden. Einzelne Unternehmensteile wie der Strom- und Gashandel werden zusammengelegt.

Sogar über eine Verlegung der Zentrale ins Ausland wird nachgedacht – aus Steuergründen und um den Einfluss der Gewerkschaften zu dämpfen. Zudem will E.On für die Belastungen aus der Energiewende über eine Verfassungsklage Schadensersatz in Milliardenhöhe hereinholen.

Wann E.On die Wende gelingt, ist offen. Wer dabei mit Rückschlägen rechnet, kann Discountzertifikate mit einer niedrigen Gewinngrenze einsetzen, etwa bei 16 Euro. Bei einer Restlaufzeit von knapp einem Jahr gibt es solche Papiere 20 Prozent günstiger als die Aktie. Maximal sind 18 Prozent Gewinn möglich. Dafür aber genügt es, wenn E.On-Aktien (aktuell 16,90 Euro) nächsten Herbst bei 16 Euro stehen.

Die WirtschaftsWoche bewertet das E.On-Discount Zertifikat mit einem Chance-/Risikoverhältnis von  5/4 (von 10).

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