Zertifikattipp: LVMH Short: Erfolgreich, wertvoll und ziemlich teuer

Zertifikattipp: LVMH Short: Erfolgreich, wertvoll und ziemlich teuer

Was das Shortzertifikat des französischen Luxusgüterherstellers LVMH für Anleger interessant macht.

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Grafik: Aktien- und Zertifikat-Info LVMH

Ohne Frage, der französische Luxusgüterhersteller LVMH ist ein Erfolgsunternehmen. Mit seinen Marken Christian Dior (Düfte), Lous Vuitton (Lederwaren, Mode), Moët (Champagner) oder Hennessy (Cognac) ist das französische Edel-Unternehmen die unangefochtene Nummer eins der weltweiten Luxusbranche. Anfang des Jahres schnappte sich LVMH den italienischen Schmuckkonzern Bulgari. Doch die Anzeichen dafür, dass die Risiken für die Aktie zunehmen, mehren sich. Das macht das Papier nach den bisher aufgelaufenen Kursgewinnen (in der Spitze 230 Prozent seit 2009) interessant für eine Baisse-Spekulation.

Weil die Konjunktur in den Industrieländern in den ersten Monaten dieses Jahres robust war und das Geschäft in den Schwellenländern brummte, erhöhte LVMH den Nettogewinn per Ende Juni um ein Viertel auf 1,3 Milliarden Euro. Die jüngsten Marktturbulenzen und der drohende Konjunkturknick aber werden an der Branche nicht spurlos verübergehen, warnt Rudolf Pritzl, Konsumgüterexperte der amerikanischen Unternehmensberatung Bain & Company: "Wenn der jetzige Verfall der Aktienkurse zu Konsumrückgang und höherer Arbeitslosigkeit führt, wird es kurzfristig auch in der Luxusbranche eine Abschwächung geben." In den USA seien schon Preissenkungen zu beobachten.

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Die Erwartungen der Analysten sind noch hoch. Im Durchschnitt rechnen sie bei LVMH für 2012 mit 14 Prozent Gewinnplus. Damit besteht reichlich Enttäuschungspotenzial. Im Finanzkrisenjahr 2009 schrumpften die LVMH-Gewinne um etwas mehr als zehn Prozent. Selbst wenn die Gewinne der Franzosen im nächsten Jahr nur stagnieren, hätte die Aktie eine 17-fache Bewertung – reichlich viel angesichts der Unsicherheit an den Börsen.

Noch offensichtlicher ist die hohe Bewertung bei einem Blick auf die Marktkapitalisierung. Für die knapp 23 Milliarden Euro Geschäftsvolumen, die LVMH in diesem Jahr erreichen dürfte, zahlt die Börse derzeit 57 Milliarden Euro. Dafür bekommt man an der Börse die Deutsche Bank, die Commerzbank und die Allianz.

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