Zusammenarbeit gestoppt: Warren Buffett lehnt sich gegen Hochfrequenzhändler auf

Zusammenarbeit gestoppt: Warren Buffett lehnt sich gegen Hochfrequenzhändler auf

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Berkshire Hathaway-Chef Warren Buffett.

Hochfrequenzhändler sind an der Börse umstritten. Jetzt will Anleger-Guru Warren Buffett nicht mehr mit ihnen zusammenarbeiten. Warum sein Unternehmen Business Wire den Blitz-Tradern keine Nachrichten mehr verkauft.

Börsen-Guru Warren Buffett möchte nicht mit Hochfrequenzhändlern und deren umstrittenen Image in Verbindung gebracht werden. Business Wire, ein Informationsdienst, der zu Buffetts Holding Berkshire Hathaway gehört, wird künftig keine Informationen mehr an Hochfrequenzhändler verkaufen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Die Entscheidung sei "nach Rücksprache mit Warren Buffett" gefallen, so die Business Wire-Chefin Cathy Baron Tamraz. In einem Artikel, der kürzlich im Wall Street Journal erschienen war, wurde deutlich, dass einige Händler Zugang zu Nachrichten von Business Wire hatten. "Unser wichtigstes Asset ist unsere Reputation und das Vertrauen unserer Kunden", stellte Baron Tamraz klar. Buffett selber hatte bereits im letzten Jahr Kritik an den blitzschnellen Händlern geäußert, da sie nichts zum Kapitalismus betrügen.

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Das Wall Street Journal hatte berichtet, dass Business Wire die Pressemitteilungen, die das Unternehmen vertreibt, auch direkt an Hochfrequenzhändler vertreibt. Damit waren die nicht mehr auf Zwischenhändler wie Reuters, Dow Jones oder Bloomberg angewiesen, die Unternehmenspressemitteilungen normalerweise über ihre Netzwerke vertreiben. Da der Verkauf an den Nachrichtendiensten als Zwischenhändlern vorbei lief, hatten die schnellen Händler einen zeitlichen Vorteil. Aus so einem Informationsvorsprung können die Händler hohe Gewinne herausschlagen.

Dank programmierter Algorithmen können Hochfrequenzhändler im Bruchteil einer Sekunde mit ihren Computern Kauf- oder Verkaufsorders abfeuern. Normalerweise haben sie ihre Server in direkter Nähe zu den Börsenplattformen aufgestellt - je kürzer das Kabel, desto schneller, so die Logik. Die Blitzhändler sind an den Börsen höchstumstritten. Sie ordern nicht nur blitzschnell, sondern stornieren Aufträge auch innerhalb von Millisekunden. Mit ihren Handlungen haben sie schon oft für Turbulenzen und Ausreißer an den internationalen Börsen gesorgt.

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