Zweite Börsenliga: Warum Anleger den MDax nicht unterschätzen sollten

Zweite Börsenliga: Warum Anleger den MDax nicht unterschätzen sollten

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Der MDax muss sich hinter seinem großen Bruder nicht verstecken.

von Saskia Littmann

Während der Dax von Rekord zu Rekord springt, findet die Rally in der zweiten Börsenliga im Hintergrund statt. Der MDax gilt als "unterschätzte Erfolgsstory". Welche der Papiere einen Blick wert sind.

Stellen Sie sich vor, es ist Börsenrekord, und keiner merkt's. So ähnlich geht es dem MDax, der zweiten deutschen Börsenliga. Während die Nachrichtenticker fast täglich voll sind mit immer neuen Dax-Rekorden, klettert der kleine Bruder im Hintergrund von einem Erfolg zum nächsten. Ende Februar übersprang der Index erstmals die 20.000-Punkte-Marke, mittlerweile rangiert der sogenannte Mid-Cap-Dax bereits bei fast 20.700 Punkten.

Allein seit Jahresbeginn hat der Index gut 19 Prozent zugelegt, also leicht mehr als der große Bruder Dax. Verglichen über einen längeren Zeitraum ist der Unterschied zwischen beiden Indizes noch frappierender. Im Laufe der vergangenen drei Jahre weist der MDax ein Plus von rund 95 Prozent aus, beim Dax sind es "nur" etwas mehr als 70 Prozent.

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Top 5 Dividendenzahler: MDAX

  • Platz 5

    Hannover Rück

    Ausschüttungssumme: 362 Mio. €
    Dividende 2013: 3,00 €
    Dividende 2014: 3,00 €
    Im Vorjahresvergleich (%YoY): +0,0%

    Quelle: DSW Dividendenstudie 2014

  • Platz 4

    MAN

    Ausschüttungssumme: 451 Mio. €
    Dividende 2013: 3,07 €
    Dividende 2014: 1,00 €
    Im Vorjahresvergleich (%YoY): +207,0%

  • Platz 3

    Evonik Industries

    Ausschüttungssumme: 466 Mio. €
    Dividende 2013: 1,00 €
    Dividende 2014: 0,00 €
    Im Vorjahresvergleich (%YoY): N/A

  • Platz 2

    Airbus Group

    Ausschüttungssumme: 588 Mio. €
    Dividende 2013: 0,75 €
    Dividende 2014: 0,60 €
    Im Vorjahresvergleich (%YoY): +25,0%

  • Platz 1

    RTL Group

    Ausschüttungssumme: 592 Mio. €
    Dividende 2013: 11,05 €
    Dividende 2014: 3,83 €
    Im Vorjahresvergleich (%YoY): -65,4%

Eine "langfristig oft unterschätzte Erfolgsstory" sei der MDax, sind sich die Analysten der französischen Großbank BNP Paribas sicher. Anleger machen also möglicherweise einen großen Fehler, wenn sie ihre Aufmerksamkeit immer nur auf die Konzerne in der ersten Reihe richten. Gerade die mittelgroßen deutschen Unternehmen - im MDax notieren die 50 umsatz- und gewinnstärksten Konzerne, die den 30 Dax-Konzernen folgen - überzeugen oft mit solider und flexibler Ausrichtung. Obwohl die Liquidität der einzelnen Werte naturgemäß geringer ist als im Dax, lockt auch der MDax ausländische Investoren.

"German Mittelstand"

Angelockt werden die vom soliden Unternehmertum made in Germany - der im Ausland gefragte "german Mittelstand" ist im MDax viel stärker vertreten als im Dax. Dominant sind vor allem der Maschinenbau und Immobilienunternehmen. Hinzu kommen noch ein paar Weltkonzerne wie Airbus, die dem Index zusätzlichen Schwung verleihen können.

Alles zusammen klingt das nach einem soliden, stabilen Hort für das Geld der Anleger mit hohem Renditepotenzial. Einziges Problem: die Erfolgswelle des MDax ist keine Eintagsfliege, entsprechend üppig sind die Bewertungen der meisten Papiere. Richtige Schnäppchen werden Anleger kaum noch finden. Draußen bleiben müssen sie aber trotzdem nicht, denn mittelfristig bleiben die Aussichten gut. Kurzfristig mögliche Kurskorrekturen wären also ein guter Zeitpunkt zum Einstieg.

Die Problemfälle sind im Dax

Das Pfund des MDax: problematische Branchen, die über sinkende Gewinne klagen, weil sie von den Regulierern kräftig auf den Kopf gestellt werden, sind im Index kaum vertreten. Bremsklötze wie Banken und Energieversorger finden sich nicht.

Einzige Bank ist der Wiesbadener Immobilienfinanzierer Aareal. Das Institut fuhr im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn ein und lässt seine Aktionäre am Erfolg teilhaben. Je Aktie kassieren die eine Dividende von 1,20 Euro. Beim aktuellen Kurs entspricht das einer Dividendenrendite von drei Prozent. Davon können Dax-Bankanleger nur träumen. Bei der Commerzbank warten sie weiter auf die erste Ausschüttung nach der Finanzkrise - der Überschuss der Frankfurter floss nicht auf die Konten der Anteilseigner, sondern in die Gewinnrücklage des Instituts.

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