Börsengang: Grünes Licht für Prada

Börsengang: Grünes Licht für Prada

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Ein Model präsentiert Mode von Prada.

Es ist der vierte Anlauf, doch jetzt steht dem Börsengang von Prada wohl nichts mehr im Weg. Am 24. Juni könnte der Handel mit Papieren der italienischen Luxusmode-Herstellers beginnen – fernab der Heimat, in Hongkong.

Asien liebt Prada. Und Prada liebt Asien. In Fernost machen die Italiener fast ein Fünftel ihres Gesamtumsatzes, inzwischen steht jedes dritte der 326 Geschäfte der Luxusmarke in Asien. Keine Überraschung also, dass das italienische Label ein Drittel seiner Unternehmensanteile an der Hongkong Stock Exchange veräußern will. Einnahmen von bis zu 2, 6 Milliarden Dollar strebt das Modehaus bei seinem Börsengang an.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Montag von einer mit den Plänen vertrauten Person erfuhr, legt das Unternehmen eine vorläufige Preisspanne zwischen 36,5 und 48 Hongkong-Dollar fest und will nun den Apetit asiatischer Investoren auslosten. Die endgültige Preisspanne soll am 17. Juni bekanntgegeben werden, die Erstnotiz ist am 24. Juni geplant.

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Es ist der vierte Anlauf der Italiener, sich an der Börse zu platzieren. Ein schwaches Marktumfeld machte Prada zuletzt 2008 einen Strich durch die Börsenpläne.

Umsatzsprünge vor allem in Asien

Heute sind die Voraussetzungen, sprich: die Zahlen, besser. An den Börsen – und auch in den Bilanzen der Italiener. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Rekordumsatz von 2,05 Milliarden Euro, ein Plus von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Reingewinn 2010 betrug knapp über 250 Millionen Euro.

Die Umsätze schossen vor allem in China, Hongkong und Macao in die Höhe. Einige Boutiquen in Fernost verzeichneten ein Verkaufsplus von 63 Prozent. Alle asiatischen Läden zusammen verbesserten sich um 50 Prozent.

Prada wurde 1913 von Mario Prada, dem Großvater der heutigen Mit-Besitzerin Miuccia Prada, in Mailand gegründet. Handschuhe, Koffer und Taschen aus hochwertigem Leder standen zunächst zum Verkauf. Heute bietet Prada zusätzlich auch High-Fashion, Schuhe, Sonnenbrillen und – in Kooperation mit dem südkoreanischen Hersteller LG – Handys an. Verkaufsschlager Nummer eins bleiben aber Lederwaren, vor allem Handtaschen. Auch in Asien.

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