Kommentare zu: Börse im Bann der Maschinen

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12 Kommentare
  • 22.09.2010, 11:33 UhrAnonymer Benutzer: AJ

    HFT und der außerbörsliche Handel auf alternativen Handelsplattformen können zu starken Kursverwerfungen führen. Kommen dann noch Menschen mit bestimmten Strategien dazu, dann kann es schon mal richtig heiß werden. Der "Flash Crash" am 6.5.2010 hat uns das vor Augen geführt. Jeder, der selbst den Maschinen vertraut (automatische Stop-Loss-Absicherung) oder gerne mit Zertifikaten spielt (Knock-outs und bonuszertifikaten). dem kann es schon mal passieren, daß er nach dem Hochfahren des PC morgens eine große Leere im Depot vorfindet.

  • 22.09.2010, 14:37 UhrAnonymer Benutzer: Unerträglich!

    börsen wurden einmal erschaffen, um Kapital und Unternehmer zusammenzuführen. Als ergänzende Finanzierungsmöglichkeit für Unternehmen leisteten börsen über lange Zeit einen wichtigen beitrag in der Wirtschaft.
    Die heutige Situation ekelt mich nur noch maßlos an. War der klassische investor früher oft tatsächlich am Wohle des von ihm mitfinanzierten Unternehmens interessiert, so kann heute gar keine Rede mehr davon sein – selbst, wenn einige wenige investoren das noch immer vorgeben.
    Sämtliche instrumentarien, angefangen vom Discountbroker für die privaten Spekulanten in den heimischen Wohnzimmern, über die börsenclubs bis hin zu den perversen Techniken des Computer-brokerage dienen heute nur noch einem einzigen Ziel: unzähligen Deppen die Möglichkeit zu geben, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. Die aktuelle Technik ist dabei die Spitze der Perversion. Ohne jedwede Wertschöpfung, jedoch mit dem Risiko, die sensiblen Fühler des Wirtschaftsgeschehens zu malträtieren hocken unzählige vor ihren Rechnern und fühlen sich als Könige der Welt. Geld mögen einige wenige damit auch wirklich machen. Aber Respekt haben vor diesen armen Würsten kann man nicht. Wirklich Wertschöpfung entsteht nicht durch Geldverschieben, sondern durch Produktion, Dienstleistung, Forschen und Entwickeln. in Wirklichkeit sind die meisten investoren bemitleidenswerte Kreaturen ohne jeden berufsethos oder Ehrgefühl.

  • 22.09.2010, 15:07 UhrAnonymer Benutzer: bond

    das Casino Royal ist gegen die börsen von heute ein Waisenknabe. Wenn es nur darum geht die Computer immer schneller zu machen um mit Ein- und Aussteig innerhalb von Minuten Geld zu verdienen, dann ist eigentlich der Sinn einer börse überflüssig. Man sollte die Veranstaltungen trennen. Über das wie müsste man sich zunächst Gedanken machen. Denn große Spieler im Markt wie Goldman Sachs können mit der Macht die Kurse in eine Richtung treiben. Kein Wunder das die dann jeden Tag Geld verdienen. Es gibt gleichzeitig viele Marktteilnehmer die große Summen verlieren müssen ansonsten funktioniert das Spiel nicht.

  • 22.09.2010, 21:16 UhrAnonymer Benutzer: Immerhin

    bis anno dato war es nur wolgesetzten Reichen möglich an der börse zu investieren und mit Geld etwas zu bewegen. Was ich meine ist, dass das Finanzsystem von beginn her ein Drecksgeschäft, ist, war und sein wird. Seit der Trennung Gold/Geld ist zweites = falsches, ja Falschgeld. Durch die heutige Möglichkeit vom Wohnzimmer aus mit ein wenig gesparten daran mitzupokern ermöglicht einzelnen cleveren, welche viel Zeit opfern und sich Wissen aneignen, aus dem "ich arbeite und bleibe arm" Muster auszutretten und die MOEGLiCHKEiT zu erlangen was zu bewirken mit Kapital wo sonst bei Reichen bleibt. bevor das ganze System von den Geistern die wir rufen verschlungen wird- ermöglicht es auch einzelnen individuen etwas zum Ausdruck zu bringen das ihm mit normalem Arbeitslohn nicht möglich wäre. Nutzen wir das System aus bevor alles bricht. Was spricht dagegen mit 5000$ Kapital in der Woche 2000$ zu verdienen? Das dürfen nur Reiche in teuren Klamotten und schnellen Autos, vor dehnen sich die Massen verneigen, da sie ja was erreicht haben. Man hätte ich Projekte, wenn...

  • 23.09.2010, 01:40 UhrAnonymer Benutzer: Hamo

    ich kann nur staunen mit wieviel Einfalt die Handelssysteme configuriert sind. Es handelt sich im technischen Sinne ja um geregelte Systeme, da sie ja über einen Feedback verfügen. Wie ich vor vielen Jahren auf der Uni gelernt habe muß man derartige Regelsysteme mit Zeitkonstanten und Dämpfungsgliedern stabilisieren, damit Überschwinger ausbleiben. Alles seit vielen Jahrzehnten erprobt in der Welt der Technik. Warum nicht bei börsensystemen? Offensichtlich verdienen die Verantwortlichen an dem System! Die börsen an den hohen Umsätzen, die Marktteilnehmer des high speed Handels am ausnützen der langsameren Marktteilnehmer. Die Unternehmen sollten festlegen, dass ihre Aktien erst nach einer Mindesthaltedauer wieder verkauft werden können, denn sie haben ja kein interesse, die langfristigen Anleger zu benachteiligen. Oder die börsen bauen eine Zeitverzögerung von einigen Stunden ein. Wer hätte einen Nachteil? Wohl nur einige investmenthändler etc. Vielleicht könnte man die börsen auch verklagen wegen unterlassener Sorgfalt? Wäre einen Versuch wert.

  • 23.09.2010, 12:24 UhrAnonymer Benutzer: Wolfgang

    Wenn eine Maschine den börsenhandel abwickelt, so hat das mit Handel eigentlich überhaupt nichts mehr zu tun. Ein derartiges Ding kann doch jeder blödmann, und davon scheint es bei den banken jede Menge zu geben, die dann auch noch mit dicken bonis hoffiert werden, bedinen.
    Zitat Kostolany:\" Man findet niergendwo auf so wenigen Quadratmetern so viel Dummheit versammelt wie auf dem börsenparkett\".
    Was würde Kosto heute sagen?
    ich würde es begrüßen wenn, obwohl ich eigentlich gegen zuviel Einmischung des Staates bin, derartiger Handel gesetzlich verboten wird.

  • 23.09.2010, 14:38 UhrAnonymer Benutzer: Saure Gurke

    Die börsenaufsicht in Ffm unterliegt dem hessischen Wirtschaftsministerium. U.a. soll die Aufsicht die Ordnungsmäßigkeit des börsenhandels sicherstellen. Als Laie würde ich etwa darunter verstehen, dass alle Teilnehmer, speziell Kleinanleger, gleich behandelt werden. Dass große Teilnehmer gegen Geld schneller informationen erhalten als andere hat für jeden vernünftig Denkenden offensichtlich nichts mehr mit einem fairen Handel zu tun. Aber wer glaubt schon, dass sich im Wirtschaftsministerium auch nur irgendwer für so was zuständig fühlt.

  • 24.09.2010, 01:38 UhrAnonymer Benutzer: gude

    Man sind das bescheuerte Kommentare hier....Die Algo trader bringen Liquiditaet und Stabilitaet an den Markt...der boersencrash im DJ hatte viele Einflussfaktoren die auch durch den Algo trader am Ende beschleunigt wurden..aber sie wurden nicht durch ihn ausgeloest, einfache Schutzmechanismen wie in Deutschland oder England bereits installiert waren und nun auch in den USA gegeben sind, haetten da ganz easy abhilfe geschaffen... immer diese Leute hier...hauptsache gegen Fortschritt...denkt ma drueber nach das mehr Liquiditaet und weniger Volatilitaet das Risiko bei invesitionsentscheidungen verringern, was widerum zu geringeren Kapitalkosten fuehrt und am ende auch dem Verbraucher zu Gute kommt....

  • 24.09.2010, 15:00 UhrAnonymer Benutzer: Unerträglich!

    @gude

    Sie sind ein Paradebeispiel für jene Kreaturen, die die Armseligkeit der meisten Spekulanten eben nicht erkennen wollen (können?).
    Es wird eben gerade NiCHT mehr Liquidität in die Unternehmen getragen durch diese perversen Handelspraktiken. Wenn die Hochfrequenzpokerer abends ihre Rechner ausknipsen sind sie mit keinem Cent in irgendein Unternehmen investiert. Sie haben nur den ganzen börsentag lang für die Wirtschaft sinnlosen Handel getrieben, um ausschließlich die eigene Geldbörse zu füllen.
    ich habe es schon einmal unten geschrieben: durch diese sekundenschnelle Geldschieberei wird keinerlei für die Wirtschaft nützliche Wertschöpfung betrieben. ich habe vor jeder Kassiererin bei McDonalds mehr Respekt, die mehr an Schaffung von Mehrwert beteiligt ist als die Schlipstragenden Jungspünde, die Milliarden fremdes Geld hin- und herschieben und sich für die Stützen der Weltwirtschaft halten. Lächerlich!

  • 24.09.2010, 18:54 UhrAnonymer Benutzer: @ unertraeglich

    Also erst mal moechte ich mich dafuer bedanken, hier von ihnen als "Kreatur" abgestempelt zu werden...zeugt natuerlich von ihrer Professionalitaet.... Weiterhin habe ich nie behauptet das mehr Liquiditaet in die Unternehmen getragen wird, sondern in den Markt. So wie es aussieht haben sie nicht wirklich verstanden wie ein Finanzmarkt funktioniert...Mehr liquiditaet am Markt bedeutet eine gesteigerte Effizienz von Finanztransaktionen, da sich fuer einen Order effizienter eine Gegenpartei findet. Ein Call ohne einen entsprechenden Put bedeutet das kein Deal stattfindet, (wie es anch der Lehman pleite an der boerse der Fall war - keine Liquiditaet)....die Algo trader erhoehen die Effizienz des Marktes und machen es in diesem Sinne Unternehmen auch einfacher ihre investitionen durch entsprechende Derivate abzusichern. Daraus ergibt sich ein geringeres Risiko und wie in meinem ersten beitrag geschrieben einen Vorteil am Ende auch fuer den Verbraucher.
    Man sollte sich vielleicht erst einmal ueber die Dinge informieren bevor man mit Halbwissen alles verurteilt was man nicht richtig versteht...

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