Bei 6200 gelingt dem Dax eine Stabilisierung. Sie kann die Notierungen bis in den Juni hinein steigen lassen. ...
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13 KommentareChartanalyse? Wer glaubt denn noch an sowas?
Vll. die leute die auch noch an das Christkind und den Osterhasen glauben...
Die Finanzauguren sind klinisch ignorant. Da gibt es Fama/Samuelson, die sauber aufzeigen, dass die Chartisten die "ärmsten Schweine" sind, weil sie nichts wissen - und damit ein Riesengeschäft machen. Da gibt es Greenspan, der in seinem letzten buch sagt, dass Rezessionen immer erst hinterher feststehen. Da gibt es den begriff der techn. Rezession, der gelegentlich übersehen wird, wenn - wie jetzt in D - eine solche eintritt. Da gibt es banken (Coba, barclays), die ETFs verkaufen und uns mitteilen, dass aktives Portfoliomanagement nicht lohnt. Die aber dennoch nicht aufhören, uns ihre "aktiven" Fonds als Erfolg anzubieten. Da gibt es banker, die gerade ihr Eigenkapital verspielt haben, und sich jetzt vor die Kamera stellen, um uns zu erklären wie Märkte funktionieren. Da gibt es eine Finanzaufsicht in D, die jahrelang wegschaut und jetzt das Leerverkaufen verbietet, als ob damit irgendwas anders würde. Da gibt es Trichet, der bernanke widerspricht. Ackermann, der im Mai das Ende der Finanzkrise befiehlt (genau wie die bW den Sommer). Reicht das! Was soll man davon halten?. Wenn die Auguren wirklich mehr wüssten, würden sie doch vorher eingreifen, oder? Ergo. Sie wissen es nicht besser. Es ist ihre Position. Nicht ihr Wissen.
TEiL i
Die Chartanalyse hat meiner Meinung nach durchaus ihre berechtigung. Wer eine andere Meinung dazu hat – und das steht selbstverständlich jedem frei, empfehle ich sie einfach nicht zu lesen. Es gibt genügend andere Handelsstrategien die auch ihre berechtigung haben – oder auch nicht. Hier an dieser Stelle darüber einen Glaubenskrieg zu führen liegt mir fern, würde den Rahmen sprengen und macht wenig Sinn.
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Sehr geehrter Herr Riedel,
ein KGV von unter 10 ist historisch gesehen sicher billig, aber wer sagt denn, dass es nicht noch billiger werden kann. Ein investor steigt dann ein, wenn er die Chance sieht eine gute Rendite zu erzielen, egal wo der augenblickliche Wert eines Unternehmens sich gerade befindet. Vor dem Hintergrund einer deutlichen konjunkturellen Abschwächung ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass die Profite der meisten Unternehmen zukünftig schrumpfen. Also ist die investitionsneigung in die entsprechenden Assets eher gering, noch dazu wenn die Erwartungen hoch sind sie später billiger zu erwerben.
Aus den hinlänglich bekannten Gründen sind beispielsweise die immobilienpreise in den USA mittlerweile auf einem historisch niedrigen Niveau angekommen, trotzdem ist die investitionsneigung derzeit äußerst bescheiden – um nicht zu sagen vollkommen ausgetrocknet. Die Preise fallen weiter – warum also jetzt kaufen und in ein fallendes Messer greifen?
Teil ii
Auf den DAX und Aktien allgemein bezogen werden auf Grund der anhaltend hohen Volatilität, sowie technisch bedingt, sicherlich immer wieder mal Hoffnungsrallyes starten – auch über einige Wochen hinweg. Die makroökonomische Gesamtlage, mit ihrer Vielzahl an Negativfaktoren, die einem Giftcocktail gleich kommt, angeführt von der Finanzkrise (Vertrauenskrise), wird den DAX über Jahre gesehen jedoch volatil seitwärts/abwärts führen. Die Schieflagen und Verwerfungen am Finanzmarkt sind zu groß – zu gewaltig, als das sie in wenigen Monaten abgearbeitet sind. Das Übergreifen auf die reale Weltwirtschaft ist unabdingbar!
„buy and Hold“ ist vorerst out! Lediglich kurzfristige Tradinggewinne sind noch zu generieren – allerdings nur mit dem richtigen Timing!
DAX 5500/5400 oder 5200 mag zwar eine Unterstützung darstellen, die zu einer technischen Gegenreaktion führen kann, die auch einige Wochen anhält, aber das Tief seit der Trendwende ist damit noch nicht gesetzt. Den sich angewöhnten Longreflex aus den Jahren 2003 bis 2007 sollte man tunlichst ablegen – das kann sonst teuer werden! Auch haben viele Marktteilnehmer, nach der Superhausse bis März 2000, die darauf folgende dreijährige baisse schon wieder aus ihrem Gedächtnis verbannt.
Das zu meiner persönlichen Sichtweise zum Markt, teils fundamentaler, teils psychologischer Natur. Außerdem habe ich meine Meinung zu den Finanzmärkten in den diversen blogs, hier bei WiWO, seit dem letzten Sommer, immer wieder mit argumentativ untermauerten Warnungen geäußert.
Da es für User hier nicht möglich ist Grafiken einzustellen, kann ich ihnen eine entsprechende Chartanalyse gerne auf Wunsch zukommen lassen.
Gruß
Klaus F.
Guten Tag Klaus F. - Glaubenskriege bringen nichts - da haben Sie Recht. Aber hier geht es um einen Wissenskrieg - und den verlieren Sie gegen Fama, Samuelson, bachelier, Merton, Scholes, Fisher black.
Grüße sie Portfolio :_)
Den börsenverlauf genau vorherzusagen maße ich mir nicht an. Das ist aus meinem Kommentar wohl unzweifelhaft zu entnehmen. Einen Wissenskrieg würde ich daher klar verlieren. Für mich ist es eine reine „Wahrscheinlichkeitsabwägung“ unter zu Hilfenahme von z.b. der Charttechnik gepaart mit fundamentalen und psychologischen Komponenten und nicht zuletzt auch einer jahrelangen Erfahrung. Daraus leite ich meine rein persönliche und „subjektive“ Meinung zum zukünftigen börsenverlauf ab.
Vielleicht können wir uns versöhnlich darauf einigen:
Ob der an der börse handelnde Marktteilnehmer rein nach dem Zufallsprinzip agiert, oder sich einer Handelsstrategie bedient ist dahingehend irrelevant, weil am Ende nur das zählt was unter dem Strich steht.
Mit freundlichem Gruß
Klaus F.
Grüsse an Klaus F. - ihre Erfahrung verstanden als "Lernen aus vergangenen Fehlern" akzeptiere ich gerne. Alles andere gehört in die Kirche. Aber Vorsicht: Aus der Erfahrung, dass ich bisher jeden Morgen aufgewacht bin, folgt noch lange nicht, dass ich unsterblich bin - Gruss Portfolio.
Meiner Meinung nach ist die Chartanalyse nichts weiter als Kaffeesatzleserei.
irgendwelche Linien werden in irgendwelche Charts eingezeichnet, die Kursverläufe von Unternehmen innerhalb beliebiger Zeitspannen abbilden. Jeder kann je nach persönlichem interpretationswunsch seine eigenen "Trends" ablesen.
Selbst wenn argumentiert wird, dass der Kursverlauf einer Aktie alle zum Zeitpunkt X zur Verfügung stehenden informationen abbildet, sind "Analyse und interpretation" weiterhin vollkommen willkürlich und nichts weiter als eine Spekulationshilfe für Ahnungslose!
Einflussreiche Marktteilnehmer können je nach belieben gewichtige Gerüchte streuen, die vermeintliche "Trends" sofort obsolet werden lassen. So werden beispielsweise Aktienanalysten der Deutschen bank niemals Unternehmen ins schlecht Licht rücken, in denen die DWS Fonds überwiegend engagiert sind. (wahlloses beispiel)
Und genau weil die Chartanalysten wissen, dass ihre Glaskugel die Zukunft ebensowenig voraussagen kann wie der Kaffeesatz, werden zum Ende jeder Analyse so Tips wie "Stoppkurs bei XX Euro setzen" eingestreut.
Auf diese Weise haben Sie dann immer Recht: Entweder der Kurs steigt (sie hatten Recht) oder die Jünger der Chartanalyse verkaufen bei XX Euro (guter Tip).
Die Chartanalyse ist zu weit entfernt von der realen Wirtschaft und dem betroffenen Unternehmen!! Sie hat de facto nichts mehr damit zu tun!! Sie ist ein instrument mit dem Spekulanten ihre Wetten mit fadenscheinigen begründungen untermauern.
Schade, dass die Wirtschaftswoche sich auch "beratend" an gierige und überflüssige Spekulanten richtet, die ja erheblich zur aktuellen Schieflage an den Finanzmärkten beitrugen, statt von der Finanzwirtschaft zu vordern, sich wieder auf die eigentliche Kapitalallokation zu konzentrieren, die die Realwirtschaft so schön blühen lässt!!
@ Portfolio :-)
Aus der Erfahrung, dass ich bisher jeden Morgen aufgewacht bin, folgt noch lange nicht, dass ich unsterblich bin.
Verstehe schon worauf sie mit diesem Gleichnis hinaus wollen:-)
Um diesem Risiko auszuweichen bediene ich mich eines defensiven Moneymanagment.
Wenn sie damit allerdings den apokalyptischen Zusammenbruch des Finanzsystem meinen, dann ist es egal, ob ich dem Zufallsprinzip folge, einer Strategie, oder sonst wo mein Kapital anlege. Selbst unter dem Kopfkissen ist es nicht sicher.
@Psydonym :-)
ich kann ihre Argumentation durchaus verstehen, wenn gleich ich sie nicht teile.
Mit dieser Einstellung empfehle ich ihnen auf gar keinen Fall an der börse aktiv zu werden. Übrigens, ihr gutes Recht! Umgekehrt nehme ich mir das Recht des Handelns aber ebenso in Anspruch.
Um nicht missverstanden zu werden, die aktuellen Verwerfungen und Schieflagen verurteile ich ebenso wie sie. Dazu habe ich mich seit geraumer Zeit hier bei WiWO hinlänglich geäußerst - muss mich daher nicht wiederholen.
Die Folgen eines ungezügelten Marktes bekommen wir nun zu spüren. Hier bedarf es mehr Transparenz, sinnvolle Regelungen und Gesetzestreu.
Auch ihnen einen freundlichen Gruß
Klaus F.
Die Tatsache, dass die Sonne im Osten aufgeht und im Westen unter, bedeutet nicht, dass dieselbe sich um uns dreht. Über 1000 Jahre musste man daran glauben, weil es mächtigen Leuten gut ins Konzept gepasst hat. Vielleicht sind die Geldhäuser heute analog das, was ehemals die Kirche war. Mit dem Glauben, dass Kurse mittels Charts prognostizierbar sind, lässt sich viel Geld verdienen. Warum sollte man das ändern? Man denke nur an die vielen Finanzbuchverlage, Finanz-Software-Hersteller, Seminaranbieter, indikatoren und natürlich die banken und börsen, die sehr gut daran verdienen. Was es braucht, wäre ein "Galilei", der endlich sagt, was Sache ist. bis es soweit ist, wird es ein Glaubenskrieg bleiben mit vielen "Verbrennungen" zum Nutzen all derer, die davon profitieren.
Bei 6200 gelingt dem Dax eine Stabilisierung. Sie kann die Notierungen bis in den Juni hinein steigen lassen. ...
Kommentare zu: Wohin geht die Reise am Aktienmarkt?
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