Chartsignal: Euro-Schwäche schlimmer als 2008

Chartsignal: Euro-Schwäche schlimmer als 2008

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Schwacher Euro signalisiert Stress im Finanzsystem

Anleger sollten die neue Schwäche des Euro zum Dollar besser nicht unterschätzen. Eine Krise vergleichbar mit der Lehman-Pleite vor drei Jahren zeichnet sich ab.

Der Kursverlauf des Euro in Dollar zeigt in den vergangenen fünf Jahren drei langfristige Auf- und Abwärtstrends mit im Zeitverlauf fallenden Hochs (Punkte 1, 3, 5, siehe Grafik) und Tiefs (Punkte 2, 4). An dem im Chart abgebildeten langfristige Abwärtstrendkanal lässt sich für die aktuelle Abwärtsbewegung des Euro bis Jahresende ein Zielkurs zwischen 1,10 und 1,15 Dollar ableiten.

Die Trendstärke und Volatilität dieses Abwärtstrends dürfte sich deutlich von dem des vergangenen Jahres unterscheiden, dessen Hintergrund die erste Phase der Griechenlandkrise war. Jetzt aber zeichnet sich wieder eine vergleichbare Systemkrise wie 2008 ab.

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Die jüngste Gipfelbildung in Euro dauerte, wie jene vor drei Jahren, mehrere Monate. Eine Faustregel besagt: Je ausgeprägter eine Gipfelbildung ausfällt, desto weniger Chancen gibt es für eine Erholung. Schließlich wurden im Gipfelkampf zu viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt. Entsprechend sollte die jüngste Gegenbewegung des Euro rasch wieder vorbei sein und sich der eingeschlagene Abwärtstrend fortsetzen. Entsprechend negativ fällt auch der Ausblick für die Aktienmärkte aus. Wie der Euro werden auch die internationalen Aktienmärkte fallen.

Drohpotenzial für den Dax

Gemessen am hohen Abwärtspotenzial der europäischen Einheitswährung könnte etwa der Dax sein Tief von 2009 unterschreiten. Anleger, die auf eine Kurserholung von Euro und den Aktienmärkten setzen, laufen somit Gefahr, Schiffbruch zu erleiden.

Die für den langfristigen Trend stehende 200-Tage-Linie im Dax hat bereits nach unten gedreht, die des Euro in Dollar steht kurz davor. Eine wichtige Unterstützung findet der Euro noch bei 1,20 Dollar an einer aus 2005 stammenden Auffanglinie T1. Die Breite des Abwärtstrendkanals lässt jedoch den Bruch dieser Unterstützung erwarten. Diese wandelte sich dann zu einem Widerstand. Bestenfalls gelingt dem Euro anschließend eine Seitwärtsbewegung unterhalb von T1.

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