Die Waldarmut macht China abhängig von Holzimporten. Um diese Abhängigkeit zu verringern, ergriff die Regierung in Peking Maßnahmen zum Schutz der Wälder und forcierte die Aufforstung. In vielen Provinzen gilt heute ein generelles Abholzverbot für Naturwälder. Das kanadische Forstunternehmen Sino-Forest hat diesen Trend früh erkannt. 1994 sicherte sich das Unternehmen für 50 Jahre umfangreiche Forstrechte im Süden Chinas. Sino-Forest bewirtschaftet dort auf einer Fläche von 318 000 Hektar Forstplantagen. Die Kanadier bauen schnell wachsende Holzarten an wie Eukalyptus, Pappel und Kiefer. Sino-Forest arbeitet in China von Beginn an profitabel. Nach neun Monaten 2005 stiegen die Erlöse um 61 Prozent auf 323 Millionen US-Dollar, die operativen Mittelzuflüsse erreichten 138 Millionen Dollar, der Reingewinn verbesserte sich um zwei Drittel auf 54 Millionen Dollar. Unterstützt wird der Aufbau schnell wachsender Forstplantagen in China auch aus Deutschland. Die Entwicklungsgesellschaft DEG vergab an die Hongkong-Tochter des kanadischen Forstunternehmens ein Projektdarlehen über 18,9 Millionen Euro. Sino-Forest bringt aktuell gut 700 Millionen US-Dollar auf die Börsenwaage, das KGV für 2007 liegt bei 9,3. Die Forstaktie ist zuletzt gut gelaufen, bietet aber weiter Potenzial. Anleger sollten eine Cash-Reserve zurückhalten, um bei Schwäche nachfassen zu können.
China: Kaum noch Wald
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