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Datenschutz: Kreditkartenaustausch: Fragen und Antworten

von Andreas Toller

Wer ist betroffen? Welche Kreditkarten sind gefährdet? Wie stellen Kunden den Missbrauch ihrer Kreditkarte fest? Die große Austauschaktion einiger Banken wirft Fragen auf, wiwo.de antwortet.

Eine Kreditkarte des Anbieters Quelle: dpa
Eine Kreditkarte des Anbieters Mastercard Quelle: dpa

Wie sind die Daten der Kreditkarten in falsche Hände geraten?

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Ausgangspunkt des Lecks soll ein sogenannter Prozessor sein. Solche Unternehmen sorgen für den notwendigen Austausch der Kunden- und Bankdaten, wenn ein Kunde mit seiner Kreditkarte zahlt. Irgendwo in diesem Vorgang sollen in Spanien Daten abgefangen worden sein. Wo und wie genau, wurde bislang nicht bekannt. Da es sich nicht um einen Datendiebstahl bei einer einzelnen Kreditkartengesellschaft handelt, sondern das Datenleck bei einem Vermittler – eben diesem Prozessor – aufgetreten ist, können theoretisch die Kreditkarten aller Anbieter betroffen sein.

Welche Schäden sind aufgetreten?                       

Der Verband der Volks- und Raiffeisenbanken, der dem Zentralen Kreditausschuss derzeit vorsitzt, kann darüber keine Auskunft geben. Bei den Volks- und Raiffeisenbanken gebe es bisher keine Schadensfälle, für andere Banken lägen dazu keine Daten vor.

Wer bekommt eine neue Kreditkarte?                 

Die Kreditkartennummern, die von dem Datenleck betroffen sind, sind den Banken und Kreditkartengesellschaften bekannt. Bislang bekamen Kreditkartenkunden der Lufthansa (Miles&More), DKB-Bank, Barclays-Bank und KarstadtQuelle-Bank eine neue Kreditkarte. Weitere Banken bereiten den Austausch betroffener Kreditkarten vor. So werden etwa die Volks- und Raiffeisenbanken nach eigenen Angaben rund 60.000 Karten austauschen. Nur die Citibank – die nicht vom Zentrale Kreditausschuss (ZKA) vertreten wird - hat nach ZKA-Angaben bislang angekündigt, auf den Umtausch zu verzichten, sondern stattdessen die Transaktionen der betroffenen Karten gründlich zu überwachen. Laut Citibank sei aber nur ein ganz kleiner Teil der ausgegebenen Kreditkarten betroffen. Bei einem Missbrauch würden die Kunden sofort informiert. Es werden wohl weitere Banken folgen. Der ZKA, der Zusammenschluss von Privatbanken, Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken, hat inzwischen beschlossen, alle potenziell gefährdeten Karten kurzfristig kostenlos umzutauschen. Im ZKA vertreten sind die großen Privatbanken, die Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken. Darüber hinaus entscheidet jede Bank selbst, ob sie Kreditkarten austauscht oder nicht.

Welche Kreditkarten sind betroffen?

Theoretisch sind alle Kreditkarten gefährdet, sofern sie in den vergangenen drei Monaten in Spanien benutzt wurden. Das dürften überwiegend Visa- und Mastercard-Kreditkarten sein, aber da kaum etwas genaues über das Datenleck bei dem sogenannten Prozessor in Spanien bekannt ist, könnten auch die Kreditkarten aller anderen Anbieter betroffen sein. Insgesamt dürften schätzungsweise mehrere hunderttausend Kunden neue Karten bekommen. Genaue Zahlen wollten Visa und Mastercard mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 27.11.2009, 14:25 UhrAnonymer Benutzer: Bunge

    Von Wegen keine Schäden.
    Meine Karte wurde mit ca. 2500 Euro diverser Währungen belastet. Sogar noch nach der offiziellen Sperrung.
    Mal sehen wie lange der Erstattungsweg ist......?

  • 18.11.2009, 20:29 UhrAnonymer Benutzer: Xavier

    bargeld, bargel über alles, über alles in der Welt.

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