Dax: Deutsche Aktien leiden unter Rekordjagd von Euro und Öl

Dax: Deutsche Aktien leiden unter Rekordjagd von Euro und Öl

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Ein Container des Hamburger Transport- und Logistikkonzerns Hapag-Lloyd wird im Rostocker Seehafen in die Höhe gehoben

Die Rekordjagd von Euro und Öl hat den deutschen Aktienmarkt heute nach den Vortagsgewinnen wieder ins Minus gedrückt.

Der DAX weitete im Sog der von US-Immobiliendaten belasteten Wall Street seine Verluste aus und schloss mit minus 1,38 Prozent bei 6591,31 Zählern. Der MDAX fiel um 0,81 Prozent auf 8982,94 Punkte. Der TecDAX verzeichnete zum Schluss Abschläge von 1,24 Prozent auf 765,95 Zähler. Die Aktien von E.ON gewannen 1,26 Prozent auf 123,33 Euro. Als „leicht positiv“ bezeichnete Analyst Theo Kitz von Merck Finck & Co das Zahlenwerk. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern habe die Markterwartungen moderat übertroffen. Die Dividende liege ebenfalls leicht über den Prognosen. „Auch der geplante Aktiensplit hilft der Aktie.“

Der Kurs der Deutsche-Post-Aktie kletterte nach der Bilanzvorlage um 1,06 Prozent auf 22,03 Euro. Der Logistiker hat bei Umsatz und Gewinn genau die Erwartungen getroffen.

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Die Papiere von TUI legten als DAX-Spitzenreiter um 3,42 Prozent auf 16,95 Euro zu. „Die Fantasie um eine Aufspaltung des TUI-Konzerns in die Teile Touristik und Containerschifffahrt treibt die Aktien an“, sagte ein Händler.

Zeitungsinformationen zufolge wird Vorstandschef Michael Frenzel von einflussreichen Aktionären aufgefordert, die Hamburger Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd vom Konzern abzuspalten. Titel von Siemens hingegen verloren 2,66 Prozent auf 83,20 Euro. Angesichts des harten Preiskampfes in der IT-Branche wird Fujitsu Siemens Computers (FSC) das selbst gesteckte Ziel verfehlen, bis Ende des nächsten Geschäftsjahres im März 2009 einen Umsatz von zehn Milliarden Euro bei einem Gewinn von 250 Millionen Euro einzustreichen. Im MDAX gaben die Titel von Salzgitter nach Zahlen um 1,07 Prozent auf 115,25 Euro ab.

Händler sprachen von einem „vorsichtigen Ausblick“ des Stahl- und Röhrenherstellers. Die Anteilsscheine von STADA Arzneimittel verteuerten sich nach der Vorlage von Zahlen um 0,90 Prozent auf 46,12 Euro. Der Generikahersteller hat von der Nachfrage nach seinen Nachahmermedikamenten profitiert und operativ mehr verdient als im Vorjahr. Im TecDAX legten die Titel von Kontron um 0,87 Prozent auf 10,48 Euro zu. Analysten bewerteten die Ankündigung des Minicomputer- Herstellers positiv, mit dem taiwanesischen Laptop-Hersteller Quanta ein Gemeinschaftsunternehmen zu gründen und so die Kosten zu senken. Abseits der großen Indizes stürzten Thielert um 43,24 Prozent auf 4,41 Euro ab.

Das Landgericht Hamburg hat die Jahresabschlüsse 2003 bis 2005 des Flugzeugmotoren-Herstellers für nichtig erklärt. Die Begründung war offiziell zunächst nicht zu erfahren. Ein Thielert- Sprecher verweigerte einen Kommentar. Der EuroSTOXX 50 gab um 1,81 Prozent auf 3617,68 Punkte nach. In Paris und London gab es ebenfalls Kursverluste. Der US-Leitindex Dow Jones zeigte sich zum Börsenschluss in Europa schwach. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,75 (Vortag: 3,74) Prozent. Der Rentenindex kletterte um 0,69 Prozent auf 119,73 Punkte. Der Bund Future gewann 0,38 Prozent auf 117,30 Punkte. Der Kurs des Euro stieg deutlich. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,5319 (Mittwoch: 1,5196) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6528 (0,6581) Euro.

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