Deutsche Aktien: Die zweite Abwärtswelle rollt

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Deutsche Börse Dax

Vier Monate probte der Dax die Erholung. Jetzt, mit dem Rutsch unter die Marke von 4000 Punkten sind die Schleusen wieder geöffnet. Die nächsten Wochen werden hektisch.

Die negativen Prognosen überschlagen sich. Deutsche-Bank-Volkswirt Norbert Walter rechnet mit einer Schrumpfung der Wirtschaft um fünf Prozent – wenn die Kredit- und Warenmärkte im zweiten Halbjahr wieder Tritt fassen. Wenn nicht, könnte es noch düsterer aussehen. Der Kursrückgang, der momentan an den Börsen stattfindet, ist also keine Übertreibung ängstlicher Investoren, sondern er spiegelt – mit einem Vorlauf von einigen Monaten – den Absturz der realen Wirtschaft wider.

Richtig unten sind Börsen aber erst, wenn es zu einer negativen Übertreibung kommt. Im Jahr 2003 krachte der Dax von der Spitze gesehen um mehr als 70 Prozent auf 2200 Punkte. Damals rutschte die Wirtschaft von 3,2 Prozent (im Jahr 2000) auf minus 0,2 Prozent (2003) zurück. Das war eine Übertreibung, mit der sich die Börsen bereinigten. Wie weit geht jetzt die Übertreibung?

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Um 3700/3800 verläuft der Aufwärtstrend der vergangenen 25 Jahre. Gut möglich, dass die Kurse hier eine kurze Erholung schaffen. Von einer Bodenbildung indessen sind sie noch weit entfernt. Angesichts der schon bisher erheblichen Kursrückgänge braucht eine Stabilisierung mehrere Monate – wobei die Märkte erheblich schwanken dürften.

Für Anleger ist es derzeit am besten, auf Sicherheit zu setzen und im Zweifel lieber zuzusehen. Dass nun selbst ein erfahrender Investor wie Warren Buffett, der ja im vergangenen Sommer noch massiv eingestiegen ist, nun seine Aktienquoten eher wieder zurück schraubt, gibt zusätzlich zu denken.

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