
HB FRANKFURT. "Wir sind an einem langfristig orientierten Investor interessiert", sagte der neue Vorstandschef Björn Robens der "Börsen-Zeitung" (Mittwochausgabe). "Ein Finanzinvestor würde eher begrenzt zur BHF-Bank passen."
Das Institut gehört zur Deutschen Bank, die Robens vor kurzem an der BHF-Spitze installiert hatte. Die Deutsche Bank will die BHF-Bank als Ganzes verkaufen, während viele Bieter nur an Teilen interessiert sind. Die BHF ist eine Tochter der Kölner Bank Sal. Oppenheim, die in Schieflage geraten und dann von der Deutschen Bank übernommen worden war.
Zu den Banken, die vergangene Woche eine unverbindliche Offerte für die BHF abgegeben haben, gehört Bankkreisen zufolge die liechtensteinische LGT. Als mögliche Bieter waren auch Schweizer Banken wie Julius Bär, Vontobel und UBS genannt worden. Einige von ihnen haben allerdings bereits abgewinkt. Finanzinvestoren wie Permira sieht die Deutsche Bank als Bieter Kreisen zufolge aber kritisch.
Eine Verkaufsvereinbarung soll im Oktober oder November unterzeichnet werden, wie Robens dem Blatt zufolge sagte. Ziel sei ein Abschluss bis zum Jahresende.
Im ersten Halbjahr hätten alle Geschäftsbereiche profitabel gearbeitet und in etwa zu gleichen Teilen Erträge beigesteuert, wurde der Vorstandschef zitiert. "Wir sind mittlerweile gut ausbalanciert", ergänzte Finanzvorstand Rolf Friedhofen.






















