
Der TecDax stieg um 0,48 Prozent auf 641 Punkte. Beflügelt von den nachlassenden US-Zinssorgen hatte der US-Leitindex Dow Jones deutlich im Plus geschlossen. Der Nikkei-225-Index ging ebenfalls fest aus der Sitzung. Aktien von SAP stiegen an der DAX-Spitze um 2,52 Prozent auf 146,68 Euro. Händler verwiesen auf Nachwirkungen einer positiven Studie von Dresdner Kleinwort am Vortag. Darin wird der Aktie ein hohes Kurspotenzial zugebilligt. Im MDax stiegen die Aktien von LANXESS nach Zahlen um 1,98 Prozent auf 30,40 Euro. Der Chemiekonzern hat das Konzernergebnis im zweiten Quartal dank der robusten Chemiekonjunktur und Kostensenkungen überraschend deutlich gesteigert. Im Tagesverlauf dürften RWE-Aktien im Blick stehen. Der Energieversorger strebt nach Zeitungsinformationen zum 1. Januar 2007 eine Erhöhung der Strompreise um rund 7,5 Prozent an. Mit Berufung auf informierte Kreise berichtete die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ, Mittwoch) über entsprechende RWE-Pläne. Diese seien nicht neu, hieß es allerdings am Markt. Tui-Papiere dürften weiter im Fokus stehen. Der französische Finanzkonzern AXA hat seinen Anteil an Tui auf mehr als fünf Prozent erhöht. Die Beteiligung habe zum 5. August 5,07 Prozent betragen, geht aus einer in der "Börsen-Zeitung" veröffentlichten Finanzanzeige hervor. Die Nachricht könnte die Aktien stützen, auch wenn die Erhöhung des Anteils vor dem sehr schwachen Quartalsbericht erfolgt sei, sagte ein Händler. Aktien von Fluggesellschaften, insbesondere der Lufthansa und der Air Berlin, sollten im Auge behalten werden. Die Folgen der vereitelten Terroranschläge in London werden nach Ansicht von Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber bei vielen Fluggesellschaften die Gewinne wegbrechen lassen. Die Airlines müssten ihren Aufwand in den Sicherheitskontrollen nun noch einmal deutlich erhöhen. "Das kann schnell drei bis vier Euro je Passagier ausmachen. Für viele Fluglinien sind das dann drei Fünftel des Ergebnisses", sagte Mayrhuber in einem Interview der "FAZ" (Mittwoch). Im MDax dürften auch Salzgitter-Papiere von Interesse sein. Der Konzern will neben dem Stahl- und Röhrensegment ein neues Geschäftsfeld aufbauen, um die Abhängigkeit von der zyklischen Stahlkonjunktur zu verringern. „Heute sind 75 Prozent unserer Aktivitäten direkt vom Stahlzyklus abhängig“, sagte Vorstandschef Wolfgang Leese der "Financial Times Deutschland" (Mittwoch). „Künftig sollen es nur noch 50 Prozent sein.“ Diese Ankündigung stehe im Zusammenhang mit dem Verkauf des Vallourec-Anteils, der einen hohen Erlös einbringe, sagte ein Händler. Zu Salzgitter äußerte sich außerdem die Investmentbank Goldman Sachs. Sie senkte das Kursziel der Aktie von 66,50 auf 61,50 Euro und bestätigte das Papier mit "Neutral". Im TecDax machen erneut Freenet und Mobilcom Schlagzeilen. Die geplante Fusion der beiden Gesellschaften bleibt einem Bericht zufolge eine Hängepartie. Der Chef der beiden Unternehmen, Eckhard Spoerr, könne sich bei wichtigen Punkten nicht mit den Gegnern des Zusammenschluss einigen, berichtete das "Handelsblatt" (Mittwoch) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Knackpunkt sei der Streit über eine mögliche Sonderausschüttung an den mobilcom-Großaktionär Texas Pacific Group, der knapp 29 Prozent an dem Unternehmen hält.




















