Dow Jones : Rezessionsangst führt zu Ausverkauf an der Wall Street

Dow Jones : Rezessionsangst führt zu Ausverkauf an der Wall Street

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Verzweiflung machte sich an der Wall Street breit

von Angela Hennersdorf

Wieder ein schwarzer Tag an der Wall Street. Schwach sind die neuen US-Konjunkturdaten. Und die US-Notenbank FED nimmt europäische Banken in den USA unter die Lupe. Investoren suchen ihr Heil in Gold.

Schwache Konjunkturdaten und die anhaltenden Schuldenkrisen in Europa und den USA haben die Börsen weltweit erschüttert. An der Wall Street sackte der Dow Jones an diesem schwarzen Donnerstag um mehr als vier Prozent ab. Auch der deutsche Leitindex Dax brach zeitweise fast um sieben Prozent ein und schloss mit einem Minus von 5,83 Prozent – der größte Tagesverlust in Prozent seit November 2008. Neben schwächer als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten lieferte die US-Bank Morgan Stanley mit ihrer gesenkten Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum einen weiteren Belastungsfaktor. Ein wichtiger Konjunkturindikator - der Philadelphia-Index – brach im August  regelrecht ein: Das Geschäftsklima-Barometer sei von plus 3,2 Punkten im Vormonat auf minus 30,7 Punkte gefallen, teilte die regionale Notenbank von Philadelphia mit. Damit stand der sogenannte Philly-Fed-Index auf dem niedrigsten Niveau seit März 2009 - zu Zeiten der Finanzkrise.

Ganze Reihe schwacher Konjunkturdaten

Die Verkaufswelle an der Wall Street habe ihren Ursprung im europäischen Bankensystem, sagte Jack de Gan vom Finanzberater Harbor Advisory. Sie spiegle Sorgen wider, dass viele Banken erneut gerettet werden müssten. „Und wenn es Stress bei großen europäischen Banken gibt, trifft das auch die US-Banken.“ Das „Wall Street Journal“ hatte berichtet, die US-Notenbank nehme die US-Töchter europäischer Geldinstitute genauer unter die Lupe. Dem WSJ-Bericht zufolge brachte ein 500 Millionen Dollar schwerer Kredit der Europäischen Zentralbank (EZB) an ein europäisches Institut bei der Fed die Alarmglocken zum Schrillen.

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US-Investoren trauten Geldinstituten jenseits des Atlantiks wegen der Euro-Schuldenkrise nicht mehr über den Weg, hieß es weiter.  Bankenwerte gehörten deshalb an der Wall Street zu den größten Verlierern. Der KBW Bankindex büßte 5,6 Prozent ein, die Titel der Citigroup 6,3 Prozent und Morgan  Stanley 4,8 Prozent. Auch an den europäischen Börsen hatten die Aktien von Banken kräftig Federn lassen müssen.

Dazu kamen eine ganze Reihe schwacher Konjunkturdaten: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe legten in den USA unerwartet stark zu, die Teuerung fiel höher aus als erwartet, Immobilienverkäufe gingen deutlich zurück und auch die Industrie erlebt offenbar eine neue Flaute.

Angesichts der Unsicherheiten stieg der Goldpreis weiter. Der Preis für eine Feinunze erreichte in London 1825 Dollar und damit so viel wie noch nie. Das Edelmetall befindet sich seit Monaten auf einem Höhenflug. Gold gilt als krisenfeste Anlage, da das Edelmetall von einer Geldentwertung nicht betroffen ist.

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