Engelmanns Eigenhandel: Dem Dax geht die Puste aus - trotz Wirtschaftswunder

kolumneEngelmanns Eigenhandel: Dem Dax geht die Puste aus - trotz Wirtschaftswunder

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Oliver Engelmann, Rentenmarktexperte bei der Citi

Wunder gibt es immer wieder, wenn zuletzt auch nicht beim Eurovision Song Contest. Das kleine deutsche Wirtschaftswunder lässt die Börse aber allmählich kalt. Anleger suchen einen sicheren Hafen und kaufen wieder Bundesanleihen. Kein Wunder, meint unser Kolumnist - an der Börse wird die Zukunft gehandelt, und die ist längst nicht rosarot.

Das Wunder von Düsseldorf ist ... ausgeblieben. Lena Meyer-Landrut belegte lediglich den zehnten Platz im europäischen Sangeswettbewerb - die vom omnipräsenten Stefan Raab zum Ziel erklärte Titelverteidigung blieb damit aus. Ell und Nikki aus Aserbaidschan, zwei Namen, die man sich schon deshalb nicht merken muss, weil man sie mit großer Wahrscheinlichkeit nie wieder hören wird, gewannen die europäische Sangeskrone, was manchen Volkswirtschaftler schon fürchten lässt, das kaukasische Land könne bald auch die Aufnahme in die Euro-Zone beantragen.    

Sieg der Demokratie

Müssen wir uns nun grämen, weil das Wunder von Düsseldorf ausgeblieben ist? Mitnichten. Denn das Wunder, das ausblieb, ist zugleich ein großer Sieg der Demokratie - war doch Lena Meyer-Landrut entgegen der bislang hierzulande gepflegten Tradition, den deutschen Teilnehmer am Wettbewerb in einem Vorentscheid vom "Volk" wählen zu lassen, per Akklamation durch den ungekrönten König des Medienzirkus, Stefan Raab, zur Vertreterin Deutschlands gekürt worden. Raab bügelte die Scharte, bei der Nominierung Lenas nach Gutsherrenart vorgegangen zu sein, am Samstag allerdings wieder aus. Seine mit großer Big Band Begleitung vorgetragene Version von "Satellite" zählte mit Sicherheit zu den Glanzlichtern der Veranstaltung, die man selbst als kritischer Fernsehzuschauer auch insgesamt als durchweg gelungen bezeichnen muss.   

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Deutsche Sprachprobleme

Von wenigen Ausnahmen abgesehen. Eine davon der Auftritt Ina Müllers. Die wie stets um besonders lautstarke Heiterkeit bemühte Hamburgerin wirkte beim Verlesen der deutschen Abstimmungsergebnisse eher peinlich. "Hamburg is flipping out!", ließ sie die Weltöffentlichkeit wissen und blamierte damit eine Nation, über deren Aussprache des Englischen man sich sowieso schon rund um den Globus lustig macht. Ich musste unmittelbar an jenen wunderbaren Werbespot einer Sprachschule denken, in dem ein junger Beamter der deutschen Küstenwache per Funk den Notruf eines sinkenden Schiffes empfängt. "Maday, mayday. We are sinking!", schreit ein verzweifeltes Mitglied der Schiffsbesatzung in den Äther und der junge Deutsche antwortet: "What are you sinking about?"    

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