Euro-Zone: Inflation fällt auf 1,6 Prozent

Euro-Zone: Inflation fällt auf 1,6 Prozent

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Euro-Noten aus dem Bankautomaten.

Die Jahresteuerung schwächte sich im Dezember stärker als erwartet auf 1,6 Prozent ab. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank.

Erstmals seit langem herrscht in der Euro-Zone nach Definition der Europäischen Zentralbank (EZB) wieder Preisstabilität. Das Europäische Statistikamt (Eurostat) teilte heute auf Basis einer ersten Schätzung mit, dass sich die Jahresteuerung im Dezember stärker als erwartet auf 1,6 Prozent abgeschwächt hat.

Dies ist der niedrigste Wert seit Oktober 2006. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 1,8 Prozent gerechnet. Damit steigt nach Einschätzung von Analysten die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung der EZB in der kommenden Woche.

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Detaillierte Angaben zur Entwicklung der Verbraucherpreise legte Eurostat nicht vor. Analysten führten den Rückgang der Teuerung aber vor allem auf die gesunkenen Energiepreise zurück. Noch im November lag die Inflation bei 2,1 Prozent. Im Juli hatte sie noch auf dem Rekordhoch von 4,0 Prozent gelegen. Die EZB sieht stabile Preise bei Raten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet, die Teuerung liegt nun deutlich unter diesem Ziel und so niedrig wie seit 26 Monaten nicht mehr.

Am 15. Januar entscheiden die Währungshüter das nächste Mal über den Leitzins. An den Märkten wurde bereits eine Senkung um einen halben Prozentpunkt auf 2,0 Prozent eingepreist, einige Investoren wetten aber auch auf einen noch größeren Schritt um 75 Basispunkte. Seit Oktober hat die EZB ihren Leitzins um 1,75 Prozentpunkte herabgesetzt. Weitere Details zur Preisentwicklung im Dezember nennt Eurostat erst bei Vorlage der endgültigen Zahlen am 15. Januar. Auch in Deutschland hatte sich die Inflation im Dezember deutlich abgeschwächt.

Der Euro ist am Dienstag auf 1,3412 Dollar gerutscht. Die Gemeinschaftswährung gab damit am Morgen rund zwei US-Cent zum späten US-Handel nach. Händler erklärten die Euro-Schwäche mit Erwartungen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen weiter senken wird. Das würde den Abstand zwischen dem Zinsniveau in der Eurozone und den USA verringern. „Die Vereinigten Staaten können die Zinsen nicht weiter senken, aber die Eurozone kann“, sagte Währungsstratege Toru Umemoto von Barclays Capital.

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