Facebook, Prada & Co.: Milliardenschwere Börsengänge, nervöse Investoren

Facebook, Prada & Co.: Milliardenschwere Börsengänge, nervöse Investoren

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Mark Zuckerberg, Vorstandsvorsitzende des Online-Netzwerks Facebook

Facebook könnte laut US-Medien mit einem Firmenwert von mehr als 100 Milliarden Dollar an die Börse gehen. Trotz Hype bleiben die Investoren bei Börsengängen aber vorsichtig.

Das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook könnte seine Aktien im ersten Quartal kommenden Jahres platzieren, berichtete der US-Fernsehsender CNBC unter Berufung auf informierte Personen. Soweit nichts Neues. Aber der angepeilte Börsenwert raubt Investoren den Atem: Eine Bewertung von 100 Milliarden Dollar steht laut CNBC im Raum. Das würde Facebook auf einen Schlag in den Olymp der US-Unternehmen katapultieren. Es wäre zudem eine rasante Verteuerung. Zuletzt war anhand der Geschäfte auf dem Zweitmarkt für Mitarbeiteraktien mit einem Wert von 65 Milliarden Dollar kalkuliert worden. Damit hätte sich der geschätzte Unternehmenswert nun nochmals um die Hälfte erhöht.

Noch im Januar soll Facebook frische Investorengelder mit einer Bewertung von 50 Milliarden Dollar hereingeholt haben. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte es bisher nicht eilig gehabt, sein Unternehmen an die Börse zu bringen. Das Netzwerk hat genug Investorengelder und muss im Gegensatz zu börsennotierten Firmen nicht jedes Quartal seine Zahlen vorlegen.

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Börsengang ist unausweichlich

Allerdings dürfte der Gang an die Börse nach US-Regeln unausweichlich sein: Facebook wird voraussichtlich in diesem Jahr die Marke von 500 Anteilseignern übersteigen. Damit würden öffentliche Quartalsberichte Pflicht. Und wenn man schon seine Zahlen offenlegen muss, kann man genauso gut auch den Geldregen einer Aktienplatzierung mitnehmen, wird für gewöhnlich die Gedankenkette hinter dem erwarteten Börsengang beschrieben. Schließlich hatte auch die Managerin Sheryl Sandberg, die bei Facebook für das operative Geschäft zuständig ist, einen Gang an die Börse als „unvermeidlich“ beschrieben. Der Antrag für das Vorhaben könne im Oktober oder November kommen, der Börsengang selbst im ersten Quartal 2012, berichtete der auf Finanzthemen spezialisierte Sender CNBC gestern. Über Details gibt es bislang aber nur Spekulationen - etwa die Frage, wie viele seiner Anteile die Firma zunächst an die Börse bringen könnte und zu welchem Preis. Auch am Montag wollte sich das Unternehmen nicht äußern.

Großinvestoren stürzen sich auf LinkeIn

Der mögliche Börsengang der Online-Plattform mit seinen weltweit mehr als 500 Millionen Nutzern ist seit Monaten Thema. Im vergangenen Monat hatte bereits das soziale Netzwerk LinkedIn den Schritt an die Börse gewagt und zugleich den besten Börsenstart seit Google hingelegt: Schon vor dem ersten Handelstag stürzten sich Großinvestoren etlicher Fonds auf die Papiere. Im freien Handel sprang die Aktie dann binnen eines Tages von 83 Dollar auf 109,55 Dollar. Der Börsenwert von LinkedIn betrug so mehr als 4,3 Milliarden Dollar. Nur Google hatte als ein amerikanisches Internetunternehmen vom Start weg mehr Kapital angezogen.

Facebook hatte von Januar bis Ende September 2010 einen Gewinn von 355 Millionen Dollar erwirtschaftet. Der Umsatz belief sich auf 1,2 Milliarden Dollar. Wie die Online-Suchmaschine Google verdient Facebook das meiste Geld mit Werbung.

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