Filmemacher Dieter Wedel: Betrugsopfer Wedel: "Hütet Euch vor der Schweiz"

Filmemacher Dieter Wedel: Betrugsopfer Wedel: "Hütet Euch vor der Schweiz"

Für den Filmemacher Dieter Wedel, dessen neuer TV-Zweiteiler "Gier" über den fiktiven Betrüger Dieter Glanz im Januar in der ARD ausgestrahlt wird, ist die Schweiz zu einer "Plattform für Betrüger" verkommen.

Anlegern rät er, ihr Geld abzuziehen und lieber in Deutschland zu versteuern. „Die Schweiz ist zu einer Plattform für Betrüger geworden, die es darauf abgesehen haben, andere Betrüger reinzulegen“, sagte Wedel. „Die rechnen einfach damit, dass Geld, das Deutsche in der Schweiz anlegen, Schwarzgeld ist und die Anleger sich darum nicht wehren können. Ich kann mich wehren und sage nur: Hütet euch vor der Schweiz! Weg aus der Schweiz – dann lieber Steuern zahlen in Deutschland.“

Ganz bewusst würden die Banken ihre Kunden reinlegen. „Wissen Sie, was mir ein Schweizer Banker gesagt hat? Das Erste, was man bei einer Bank lerne, sei, Unterschriften zu fälschen. Diesen Satz habe ich vor Vorständen zweier deutscher Banken wiederholt. Die haben nicht gesagt: Herr Wedel, ist doch Unsinn. Beide saßen da, grinsten mich an und sagten: Sie werden verstehen, dass wir den Satz nicht kommentieren. Da definiert sich eine Berufsgruppe doch offenbar außerhalb der Gesellschaft, mit eigenen Gesetzen und eigenen Werten.“

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Er selbst sei aus „purer Gier“ auf Finanzbetrüger in der Schweiz reingefallen. „Damals, im Sommer 2008, ich saß noch am Drehbuch zu „Gier“, hatte eine Bank in der Schweiz auf einen Teil meines Geldes – völlig korrekt versteuertes Geld übrigens – eine Jahresrendite von drei Prozent erwirtschaftet. Das war mir zu wenig. Deswegen habe ich mich auf diesen Halunken und seinen Partner in der Schweiz eingelassen.“ Ausführlich schildert Wedel, wie er ausgeplündert wurde. Unwissentlich habe er beispielsweise eine „Genehmigung für unbegrenzte Options- und Termingeschäfte“ unterschrieben, anschließend sei seine Unterschrift gefälscht worden. Wedel: „Dabei hatte ich ein Anlageprofil von maximal mittlerem Risiko vereinbart. Das wurde hinter meinem Rücken handschriftlich verändert – plötzlich konnte mein komplettes Vermögen zu 65 Prozent in Aktien und zu 35 Prozent in Options- und Termingeschäften angelegt werden. Ein Wahnsinn. In den 120 Tagen, in denen diese Halunken für mich tätig waren, gab es 188 Transaktionen. 188!“

Aus seinem persönlichen Finanzdebakel habe er gelernt, dass „es reicht, wenn ich die Inflation ausgleichen kann“, so Wedel. „Mein Vater hat immer zu mir gesagt: Alles, was angeblich mehr als acht Prozent Rendite bringt, kann nicht mit rechten Dingen zugehen. Daran werde ich mich eisern halten.“

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