Filmkritik & Verlosung: Der große Crash - zwischen Gier und Gewissen

Filmkritik & Verlosung: Der große Crash - zwischen Gier und Gewissen

Ein packender Finanzthriller zeigt die letzten Stunden vor dem großen Kollaps der Weltwirtschaft im September 2008. Zum Kinostart verlosen wir 3 x 2 Freikarten sowie drei Bücher.

Ein USB-Stick. Damit fängt alles an. „Sei vorsichtig“, warnt Eric Dale, gerade entlassener Leiter des Risikomanagements einer Manhattaner Investmentbank, und übergibt den Stick dem jungen Analysten Peter Sullivan. Die Fahrstuhltüren schließen sich und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

„Margin Call – der große Crash“ ist ein Thriller, der die Anfänge der Finanzkrise in 2008 beschreibt. Der Zuschauer merkt gleich, dass es sich bereits um turbulente Zeiten handeln muss, denn Eric Dale ist an diesem Tag nur einer von zig Angestellten, die entlassen werden. Trotzdem: „Es wird erst noch schlimmer, bevor es besser wird“, sagt Sam Rogers, gespielt von Kevin Spacey („American Beauty“), der an diesem Tag 80 Prozent seiner Mitarbeiter nach Hause schicken musste. Wie viel Wahrheit in seiner Aussage steckt, soll er noch in den nächsten Stunden erfahren. 

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Der Filmtitel Margin Call beschreibt den Handel mit Termingeschäften, bei denen nur ein kleiner Teil des eingesetzten Kapitals tatsächlich auf dem Konto des Brokers (Margin Account) hinterlegt sein muss. Zum Margin Call kommt es, wenn die Mindestdeckungshöhe auf dem Konto nicht mehr ausreicht und alles droht, in sich zusammenzufallen. Dann müssen Vermögenswerte schnell auf dem Markt verkauft werden, um echtes Geld nachzuschießen. Genau das passiert auch im Film. Der nachdenkliche und schüchterne Risikoanalyst Peter Sullivan nimmt den USB-Stick seines ehemaligen Chefs Dale entgegen, rechnet mit ein paar Daten hin und her und entdeckt während seiner Überstunden im Manhattaner Großraumbüro den GAU.

Verluste höher als der Wert des Unternehmens

Seine Risikoanalyse behandelt nicht etwa fremde Papiere, sondern die eigene Investmentbank. Er nimmt die Vermögenswerte, in die seine Bank investiert hat, also Aktien, Optionen, Anleihen, und setzt diese etwas verschärfteren Kursschwankungen an der Börse aus. Das Problem: „Sobald sich ein paar Werte in die falsche Richtung bewegen, dann sind die Verluste höher als der gegenwärtige Wert des Unternehmens“. Soll heißen: Die Papiere, überwiegend Immobilienkredite, sind nicht annähernd so viel wert, wie in den Büchern beziffert, die eigene Pleite droht. 

Ein Paukenschlag. Dann geht alles ganz schnell. Teamleiter Will Emerson, gespielt von Paul Bettany („Sakrileg“,) ruft seinen Chef Rogers, Kevin Spacey, an. Als auch der den Ernst der Lage begreift, sind wenig später alle Vorstandsmitglieder per Helikopter zu einer Krisensitzung in das gläserne Gebäude eingeflogen.

Diskutiert wird nicht viel, die Entscheidung steht fest

John Tuld, gespielt von Jeremy Irons, ist der Oberboss. Ein schmieriger, skrupelloser Typ, bei dem auch um 3 Uhr nachts Scheitel und Krawatte noch perfekt sitzen. Diskutiert wird nicht viel. Die Entscheidung steht fest: Alle faulen Papiere müssen weg, möglichst bis 12 Uhr am nächsten Mittag – egal zu welchem Preis. Das Motto: Retten, was zu retten ist. Dass dabei andere mit heruntergezogen werden, stört Tuld nicht. Schließlich kennt jeder das Risiko in dem Geschäft.

Am nächsten Morgen beginnt der Margin Call. Die einfachen, kleinen Trader telefonieren sich die Finger wund, es winken Boni von mehreren Millionen Dollar – vorausgesetzt sie werden 93 Prozent der Papiere los. Der Zuschauer hört nur Gesprächsfetzen von den Telefonaten. Da ist die Rede von Deutsche Bank, Merril Lynch und der City Bank. Im Staccato-Takt werden Kontrakte über mehrere Hundert Millionen Dollar zu verdächtig niedrigen Preisen verhökert. Währenddessen genießt John Tuld bei schönster Aussicht aus dem obersten Stockwerk ein Steak und ein Glas Rotwein. Es war schließlich eine lange Nacht und ein anstrengender Tag.

Cashkurs Dirk Müller

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Auch wenn der Zuschauer im Vorfeld weiß, wie der Film endet, weil er selbst die Finanzkrise miterlebt hat, so ist der Film doch spannend und immer wieder überraschend. Wie viel Wahrheit und wie viel Fiktion im Film steckt, bleibt dabei der Fantasie des Zuschauers überlassen. Zwar arbeitet Regisseur J.C. Chandor mit den bekannten Klischees von „guter Banker“ und „böser Banker“ - der eine denkt an die Folgen für den kleinen Mann, der andere nur an seinen Bonus und den neuen Ferrari. Doch das stark besetzte Schauspieler-Ensemble aus Jeremy Irons, Kevin Spacey, Demi Moore, Paul Bettany und Stanley Tucci machen das größtenteils wett. 

Zum deutschen Kinostart von „Margin Call – Der große Crash“, am Donnerstag, 29. September, verlosen wir 3 x 2 Freikarten. Zusätzlich können Sie eines von drei Büchern "Cashkurs - so machen Sie das beste aus Ihrem Geld: Aktien, Versicherungen, Immobilien" von Dirk Müller gewinnen. Beantworten Sie einfach folgende Frage:

An welchem Tag meldete die US-Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz an?

Schicken Sie Ihre Antwort an aktion@wiwo.de,  Betreff: "Der große Crash". Einsendeschluss ist Mittwoch, 28. September, 12 Uhr. Die Gewinner werden gelost, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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