Finanzinvestoren: Teure Hedgefonds-Hochzeit zwischen Man Group und GLG

Finanzinvestoren: Teure Hedgefonds-Hochzeit zwischen Man Group und GLG

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Hedgefonds-Manager posieren bei einer Werbung für die Wohltätigkeitsveranstaltung "Hedge Funds Fight Night"

von Yvonne Esterházy

Die Elefantenhochzeit zwischen den Hedgefonds GLG Partners und Man Group ist keine Liebesheirat sondern ein Zweckbündnis, das beiden Seiten Vorteile bringt - gerade vor dem Hintergrund geplanter schärferer gesetzlicher Regelungen.

Vor einer Woche, bei der glamourösen Wohltätigkeitsgala der Hegdefondsbranche im ehemaligen Eurostar-Bahnhof Waterloo, wunderten sich viele Gäste über das breite Grinsen von GLG-Gründer Pierre Lagrange. Der langhaarige Finanzier ließ sich trotz Finanzkrise und einer drohenden Verschärfung der EU-Finanzmarktregulierung den ganzen Abend die gute Laune nicht verderben – er strahlte unentwegt. Inzwischen ist klar warum.

Denn Lagrange und Noam Gottesman, zwei ehemalige Goldman-Sachs-Banker, die 1995 gemeinsam mit ihrem inzwischen ausgeschiedenen Ex-Kollegen Johnathan Green den Hedgefonds GLG Partners  gründeten (dessen Name sich aus ihren Initialen zusammensetzt) werden bald noch reicher sein als bisher: am gestrigen Montag bot der weltweit größte börsennotierte Hedge-Fonds, die britische Man Group Plc, für den Konkurrenten insgesamt 1,6 Milliarden Dollar.

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 „Man kennt sich gut“, beschreibt ein Insider den Zusammenschluss, dem ein etwa einjähriger Flirt vorausgegangen war.  Unterzeichnet wurde der Deal – die zweitgrößte Übernahme in der Hedgefondsbranche in der Geschichte, über die drei Monate intensiv verhandelt worden war – dann Montags bei Champagner und belgischer Schokolade in Lagranges Hause im Londoner Edelviertel Kensington.

Der Löwenanteil des Kaufpreises, nämlich 482 Millionen Dollar,  gehen an ihn, Gottesman und ihren neuen Partner Emanuel Roman. Der Rest fließt an die Aktionäre des GLG-Fonds, der 2007 in New York an die Börse gegangen war. Die drei Partner bekommen für den Verkauf ihres 45-Prozentanteils allerdings kein Bargeld sondern Man-Aktien und sie mussten sich verpflichten,  diese drei Jahre lang nicht zu verkaufen. Der Grund? Die Man Group wollte sicher sein, dass die drei Superstars und ihre talentierten Teams sich nicht absetzen. Denn die kreativen Finanzjongleure sind ein wichtiger Grund warum GLG für die Man Group so attraktiv ist: Sie erzielten mit hochspekulativen Anlagen für ihre Investoren teilweise Traumrenditen von fast 30 Prozent.

Im September soll die Übernahme unter Dach und Fach sein. Dann wird die Man Group mit einem verwalteten Vermögen im Volumen von 63 Milliarden der weltgrößte Hedgefonds sein. Diesen Titel hatte Man allerdings schon einmal inne: im September 2008 verwaltete der Finanzriese 31,1 Milliarden Dollar bevor der Fonds, der ein Opfer des Bernie-Madoff-Skandals wurde, um mehr als die Hälfte schrumpfte.

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