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Finanzkrise: Bain-Studie: Zweite Welle wird viele deutsche Banken in den Strudel reißen

Trotz sich verbessernder Konjunkturdaten rechnet die Unternehmensberatung Bain & Company für den Bankensektor noch mit erheblichen Auswirkungen der Finanzkrise.

Gerade den europäischen Banken drohen weitere Abschreibungen, die noch einmal so hoch ausfallen könnten wie die bisher erfolgten, ergab eine Bain-Studie, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt. Stark betroffen seien auch die Banken in Deutschland.

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Diese werden nach Einschätzung der Berater vor allem von der steigenden Zahl der Kreditausfälle bei Firmenkunden getroffen. Die deutschen Banken werden im Jahr 2010 in diesem Segment nach Einschätzung der Experten zusammen ein negatives Ergebnis von sieben Milliarden Euro erzielen. Die französischen Banken werden nur 1,8 Milliarden Euro verlieren, die spanischen 400 Millionen und die britischen Konkurrenten sogar 3,4 Milliarden Euro Gewinn schreiben. Einzig Italien trifft es mit 4,9 Milliarden Euro erwartetem Verlust ähnlich hart wie Deutschland. „Die zweite Welle wird viele Institute in den Strudel reißen, die bisher noch relativ gut durch die Krise gekommen sind“, so Bain-Partner Stefan Frank.

Den Gesamtabschreibungsbedarf der europäischen Banken im traditionellen Kreditgeschäft zwischen 2007 und 2010 beziffern die Berater auf bis zu 390 Milliarden Euro. Das deutsche Privatkundengeschäft werde darunter zwar auch leiden, insgesamt aber profitabel bleiben. Eine Konsolidierung erwarten die Berater im Fondsgeschäft und der Vermögensverwaltung. Die Erträge in diesem Segment dürften nach Einschätzung der Bain-Berater im aktuellen Jahr im Vergleich zu 2007 um 40 Prozent fallen, die Gewinne sogar um 80 Prozent.

Insgesamt rechnet Bain damit, dass der staatliche Einfluss im Bankensektor weiter steigen wird. Die Berater gehen in ihrer Studie von einer „tiefen, lang anhaltenden Staatsbeteiligung“ und daraus resultierenden Veränderungen im Geschäftsmodell aus. So könnten die Banken gedrängt werden, mehr Kredite zu vergeben und sich zugleich aus anderen riskanten Geschäften zurückzuziehen. Zudem könnten sie gezwungen sein, weiter zu sparen und dabei im großen Stil Stellen abzubauen. Einen Verlust von mehr als 180.000 der derzeit knapp 700.000 Arbeitsplätze in der deutschen Finanzbranche hält Bain-Berater Frank für möglich.

28 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 12.11.2009, 16:10 UhrAnonymer Benutzer: Reiner Tiroch

    Wir stecken doch schon mittendrin in dem Strudel, aber keiner will es wahrhaben. Die bilionenschäden werden weiter unter dem Teppich gehalten, und Morgen sind alle überrascht, warum wir doch soooooooo Pleite sind. Verantwortlich ist natürlich auch keiner!!!

  • 04.10.2009, 20:34 UhrAnonymer Benutzer: Herbert

    Weg mit diesen banken und her mit einem nachhaltigen Geldsystem.

    ich hoffe diesmal werden sie die banken nicht wieder mit Millarden retten und das unaufhaltsame nochmal aufschieben. Wir brauchen ein neues nachhaltiges Geldsystem und nicht das Kreditgeldsystem.

  • 04.10.2009, 17:32 UhrAnonymer Benutzer: K-PAX

    Gibts doch wohl nicht,auch hier Spam zu das-bewegt-die Welt,eine sch.... Seite.

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