Finanzkrise: Gehen nun auch noch die Goldmünzen aus?

Finanzkrise: Gehen nun auch noch die Goldmünzen aus?

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Gold-Barren

Können Privatanleger, die wegen der Finanzkrise Angst um ihr Erspartes haben, jetzt nicht einmal mehr Goldmünzen oder Barren kaufen? Eine solche Verschwörungstheorie kursiert unter Händlern und im Internet.

Die Gold Standard Jewelry Corporation in Midtown Manhattan ist einer der Händler, über den die staatliche amerikanische Münzanstalt US Mint Goldmünzen vertreibt. Alan Finkelstein kümmert sich dort um den Ankauf und Verkauf. „Es ist verrückt, was da auf dem Markt gerade abläuft,“ sagt er. 20 Eagles oder Buffalos, die begehrten Stücke mit einer Unze Edelmetallgewicht, hat er vielleicht auf Lager, mehr nicht, aber die sind teuer, sagt er, so 950 Dollar pro Stück. Denn die US Mint gebe zurzeit keine mehr heraus. Er muss sie woanders besorgen. Warum gibt es keinen Nachschub? „Keine Ahnung,“ sagt Alan, da müsse man die Regierung fragen, wenn man denn dort jemanden erreichen würde.   

Ende September teilte die amerikanische Münzanstalt, eine Unterabteilung des US-Finanzministeriums, per Pressemitteilung mit, dass der Verkauf des unter Münzsammlern und Anlegern beliebten American Buffalo, einer Münze mit einem Edelmetallgewicht von einer Unze, für eine gewisse Zeit ausgesetzt werden muss. Der Grund: die hohe Nachfrage. Auch für den American Eagle, eine andere Münze mit ebenfalls einer Unze Gewicht, hatte es bereits im August einen Verkaufsstopp gegeben, weil die Vorräte der Münzanstalt aufgebraucht waren.

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Sie kommt mit dem Prägen einfach nicht nach. Bis Ende September hatte die US-Münzanstalt bereits 164.000 Unzen Gold in Form von American Buffalos verkauft, rund 54 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der verkauften American Eagles lag mit rund 420.000 sich seit Januar 2008 bereits mehr als doppelt so hoch wie im kompletten Vorjahr, als knapp 200.000 davon geordert worden waren.

Erst gestern gab die US Mint in einem weiteren Rundschreiben an alle autorisierten Händler in einem Rundschreiben bekannt, dass die Produktion von Golfmünzen bis auf Weiteres auf den Eagle konzentriert wird. Es gibt noch Münzen, aber das Angebot ist begrenzt, die zugeteilten Mengen an die Händler werden nach wie vor rationiert.

Aus diesen Engpässen allerdings zu folgern, dass Privatanleger nicht mehr in der Lage wären, Goldmünzen oder Barren zu kaufen, ist schlichtweg falsch. Wem es ohnehin nur darauf ankommt, in Gold und nicht in eine bestimmte Münze zu investieren, dem bieten sich nach wie vor zahlreiche Alternativen. Die kanadische staatliche Münzanstalt reagierte auf die Lieferprobleme der Amerikaner  mit der Meldung, bei ihr gebe es keinerlei Verzögerungen.

US-Bürger können Goldmünzen direkt bei diesen Anstalten übers Internet erwerben und mit der Kreditkarte bezahlen. Zahlreiche private Gesellschaften bieten ebenfalls umfangreiche Kollektionen von Barren und Münzen aus aller Welt an. Gleichzeitig zur gestiegenen Nachfrage durch Anleger, die in Gold zurzeit eine sichere Anlageform sehen, ist zudem auch das Angebot an Gold durch Leute gestiegen, die Schmuck, Münzen oder Barren verkaufen – entweder aus Not, weil sie das Geld jetzt brauchen, oder weil sie die durch die Panik gepuschten Kurse zum Ausstieg nutzen.

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