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Finanzkrise: Kein Bonus für Citigroup-Chef

Quelle: Handelsblatt Online

Mit Citigroup-Chef Vikram Pandit muss ein weiterer Wall-Street-Boss auf die üblichen Millionen-Prämien verzichten. Die massive Einschränkung von Bonus-Zahlungen, die in den vergangenen Jahren einen Löwenanteil der Vergütung von Top-Managern der US-Finanzbranche ausmachten, ist eine Bedingung für die Hilfen des amerikanischen Staates.

Citigroup-Chef Vikram Pandit. Quelle: AP
Citigroup-Chef Vikram Pandit. Quelle: AP

HB NEW YORK. Die Citigroup wurde von der US-Regierung stärker mehr als viele andere Finanzkonzerne gestützt: Zu direkten Investitionen von 45 Mrd. Dollar kamen Garantien von gut 300 Mrd. Dollar hinzu. Pandit gab die Entscheidung am Mittwoch in einer Mitteilung an die Belegschaft bekannt, wie US-Medien übereinstimmend berichteten.

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Die Citigroup hat im vergangenen Jahr riesige Verluste wegen der Finanzmarkt- und Immobilienkrise in den USA verbucht und kündigte den Abbau von 52 000 Arbeitsplätzen an. Auch viele andere Wall-Street- Größen kriegen für das verheerende Jahr 2008 keine Prämien. Darunter ist der Chef der Investmentbank Goldman Sachs, Lloyd Blankfein. Er hatte im Jahr 2007 - als sich die Finanzkrise schon deutlich abzeichnete - mit einem Bonus im damaligen Volumen von 67,9 Mio. Dollar einen Wall-Street-Rekord aufgestellt und die Diskussion über die Vergütung der Manager angeheizt. Allerdings hatte Goldman Sachs 2007 noch einen Rekordgewinn eingefahren. Dagegen muss sein Kollege John Mack von Morgan Stanley das zweite Jahr in Folge auf eine Bonus-Zahlung verzichten.

Citigroup-Chef Pandit ist auch ohne einen Jahresbonus für 2008 ein reicher Mann: Im Jahr davor nahm er bei dem Verkauf des von ihm mitgegründeten Hedgefonds Old Lane Partners an die Citigroup 165 Mio. Dollar ein. Im Zuge der Finanzkrise wurde Old Lane im vergangenen Sommer geschlossen.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 01.01.2009, 16:07 UhrAnonymer Benutzer: Gerd

    Ein wahrhaft heroischer Verzicht! Mir kommen gleich die Tränen. Wie kann man angesichts eines so astronomischen Verlusts überhaupt das Wort "bonus" in den Mund nehmen? Wenn schon erfolgsabhängig, dann wäre wohl eher ein Malus angebracht.

  • 01.01.2009, 15:42 UhrAnonymer Benutzer: Bürgerin

    Man kann sich wirklich nicht vorstellen, wie man 165 Mio. Dollar beim Verkauf erzielen kann. Hier kann doch etwas nicht stimmen. Wurde das eingenommene Geld gleich von diesen Herren kassiert. Es muß wohl so gewesen sein. Anders kann man es sich ja nicht denken. Was meinen Sie?

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