Kommentare zu: Markt oder Staat: Wer hat versagt?

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29 Kommentare
  • 09.10.2008, 15:14 UhrAnonymer Benutzer: schwarze Feder

    Schon die Fragestellung ist unvollständig und fehlerhaft, ebenso wie der Versuch der Antwort darauf. Markt oder Staat, ja beide versagten und obendrein die sogenannte Wirtschaftswissenschaften. Die, wären sie denn eine Wissenschaft, es hätten besser wissen müssen und den Politikern nicht ständig den Quatsch von Deregulierung und Globalisierung eingeredet hätten. Wirtschaft hat mehr mit Glauben und ideologie als mit Wissenschaft zu tun. bestes beispiel die neoliberale ideologie, für die sich selbst jetzt noch einige Wirtschaftswissenschaftler erwärmen und in ihrem Dummschwatz einig wissen!

  • 09.10.2008, 15:18 UhrAnonymer Benutzer: tony

    Es faengt an mit ausbildung, speziell Harvard und alle elite schulen - es gibt korrupte Leute links und rechts, das hat nichts mit kapitalismus zu tun jedoch mit character. Ob kommunismus, sozialismus oder kapitalismus, es ist letztlich eine frage der menschen - und die haben vor allem im amerikanisschen system versagt - bei den wahlen, nicht zum presidenten sondern im Congress. Alles cowards - politically over correcte Leute werden gewaehlt mit persil schein und Hollywood akzeptanz. Obama ist ein parade beispiel, und mit seiner politik die USA innerhalb von 2 Jahren ruinieren - ACORN ist Obama.

  • 09.10.2008, 15:53 UhrAnonymer Benutzer: Minstrel

    Komisch ist das schon. Als es den real existierenden Sozialismus zerriß, da hat das System an sich versagt - aber wenn der real existierende Kapitalismus jetzt vor die Wand fährt, dann liegt es mitnichten am System, sondern "nur" an einzelnen Menschen in sensiblen Positionen?
    Klingt nach einer wohlfeilen Ausrede, um die Systemfrage eben nicht stellen zu müssen.

  • 09.10.2008, 16:02 UhrAnonymer Benutzer: nobum

    Aus dem chinesischen babyfutter und aus den bank"schatten"büchern muß das Gift heraus, d.h. in beiden Fällen muss besser reguliert werden.
    So wie jetzt aussieht, sollen die bilanzierungsregeln geändert werden, d.h. die immobilien werden mit dem Kaufpreis anstatt momentanen Verkaufspreis bilanziert. Ob das der richtige Weg ist, das weiß ich nicht. Es kommt mir aber vor als wolle hier Nivea auf die brille schmieren,

  • 09.10.2008, 16:42 UhrAnonymer Benutzer: Billige Dampfplauderei...

    Es ist schön zu sehen, wie selbst "renommierte" Wissenschaftler schon in der betrachtung von vornherein nicht objektiv sind.
    ist der "freie Markt" gescheitert? Ja oder nein? Gründe sind da zweitrangig.
    Aber weil nicht sein kann, was nicht sein darf....

    ich vermisse übrigens die beweise, dass HWWi oder auch der Dampfplauderer Sinn, die immer dem Markt das Wort geredet haben, bereits vor 5 Jahren als die blase aufgeblasen wurde, Regularien dagegen gefordert haben.

    Wenn man aus dem Rathaus kommt und schlauer ist, ist es soooo einfach neu daher zu plaudern....

    Armselig.

  • 09.10.2008, 16:43 UhrAnonymer Benutzer: Der Grummler

    ich möchte wissen aus wessen Weisheit der Autor des Artikels seine tolle Einsicht zieht, dass die staatliche Versorgung besser geworden ist.
    Nach der Privatisierung in Neuseeland war die Hauptstadt des Landes länger als eine Woche ohne jeglichen Strom, die bahn ist ebenso wie in England (wo die meisten tödlichen bahnunfälle statt finden) komplett marode.
    in London hat EON die Wasserversorgung übernommen, Folge davon ab dem 3. Stockwerk oder höher keine Wasserversorgung mehr, Verlust in den Rohren durchschnittlich über 40 Prozent (in Deutschland bei den "staatlichen" Versorgern unter einem Prozent).
    Und vor der tollen privaten gesundheitsvorsorge in den USA wollen wir nicht anfangen....

    Aber okay wie heisst es so schön, wessen brot ich ess, dessen Lied ich sing, er wird schon wissen welches Unternehmen und welcher Manager mit seinem Millionengehalt ihm diesen Artikel dankt....

    ich suche mir mal eine Totengräberkluft und schütte diesen liberalen Markt mal zu, da aus meiner Sicht nicht das System gewinnen sollte, sondern der Mensch, aber das ist eine Einstellung, die geldgierigen Menschen wohl völlig fremd ist...

  • 09.10.2008, 16:52 UhrAnonymer Benutzer: Memphrite

    Es ist natürlich eine Systemfrage. Der „Trieb“ des Menschen Profit zu erwirtschaften war schon zu allen Zeitaltern und in allen Kulturen vorhanden. Ein großes Unterscheidungsmerkmal des Kapitalismus ist jedoch die totale Hervorhebung des Ökonomischen. Das Ziel ist nicht der selbst bestimmte, solidarische Mensch, sondern das (am besten gandenlose) Konkurrenzsubjekt.

    Gerade hier in Deutschland hat fast jeder die totale Ökonomisierung der Gesellschaft in den letzten 15 Jahren erlebt.
    Für mich besteht das große Problem darin, dass der Kapitalismus primär an die schlechten Eigenschaften im Menschen appelliert und diese fördert: Profitgier, Skrupellosigkeit, Heuchlertum und Dummheit.
    Gerade die USA als Fokus der Entwicklung besitzen alle dies im Übermaß, jedoch dicht gefolgt von uns.

    begründet wurde dies durch Grundprämisse oder das Grundversprechen, dass dieses irrsinnige Streben nach Profit der Allgemeinheit nütze. Aber das war nur in einigen kurzen geschichtlichen Abschnitten so. Ansonsten hat dieses System in großen Teilen der Welt nur soziale und ökologische Wüsten hinterlassen.

    Das natürlich die Hohepriester dieses Systems, unsere Wirtschaftswissenschaftler, dieses anderes sehen ist natürlich verständlich.

    Mal sehen wie es ausgeht 

    http://de.youtube.com/watch?v=ko5CCSomDMY

  • 09.10.2008, 17:59 UhrAnonymer Benutzer: gutso

    Hallo!

    Der Autor schreibt; "Doch das Marktversagen von heute ist die Folge des Staatsversagens von gestern.

    Es war die viel zu expansive Geldpolitik in der Amtszeit des wohl fälschlicherweise als herausragend bewerteten Alan Greenspan, die mit niedrigen Zinsen für zu viel Liquidität und damit für die immobilienblase sorgte."

    Das ist zwar richtig, aber die FED ist ja gar keine staatliche Einrichtung, sie ist eine Privatveranstaltung der Grossbanker!

    Und genau genommen ist der Griff in die Staatskasse Piraterie an den Steuergeldern der bürger - durch die Privatwirtschaft!

    Will - oder kann - dies der Autor nicht verstehen?

    Gruß,
    gutso

    PS: Got Gold?

  • 09.10.2008, 18:07 UhrAnonymer Benutzer: Marry Poppins

    Wo gibt es denn bitte den "freien Markt"- weder in den USA noch in Deutschland. Abgaben, Regulierungen und staatliche Kartelle sind allgegenwärtig.
    Die Finanzkrise ist doch ein längst abgekartetes Spiel - Die US-Falken spielen den "schwarzen Peter" an zu mächtig gewordene bankhäuser weiter- um so diese zu verstaatlichen. Je mehr banken in staatlicher Hand sind um so mehr kann vertuscht werden - so wird der staatliche Einfluss schleichend erweitert.
    Ganz nebenbei können sich die Regierungen im Glanze des Populismus sonnen und so von ihrem eigenen Versagen ablenken.
    Die Rezession hätte es auch ohne Finanzkrise gegeben!
    Wie es scheint gelingt es den USA ein weiteres mal ihre Finanzprobleme rund um den Globus zu verteilen und findet dabei noch Unterstützung der, leider sehr dummen, europäischen Regierungsriege.

  • 09.10.2008, 19:27 UhrAnonymer Benutzer: Prof. Dr. Riberg

    Mir hat der Artikel gut gefallen, da er zum Nachdenken anregt.

    in meinen Augen hat niemand versagt. im freien Markt ist der Zins ein Gleichgewichtspreis, der sich aus Kreditangebot und -nachfrage ergibt. Da Preise signalisieren im Markt, iw knapp etwas ist. im Fall des Zinses also das Kreditangebot. Heutzutage bestimmten aber Zentralbanken (staatlich oder nicht) den Zins. Es ist schlichtweg unmöglich, hierbei den naturlichen Zins treffen. Somit wird das gesamte Wirtschaftssystem ständig mit falschen Preissignalen überschüttet. Natürlich reagiert der Kreditmarkt auf manipulierten Preisen nicht so, wie man es sich wünscht bis hin zum Kollaps. D.h. nicht, dass er nicht funktionieren würde, wenn er frei wäre.

    Nun der Staat. Er geniesst eine unbegrenzte Kreditlinie bei der Zentralbank. So können Politiker alles versprechen, ohne die Steuern jedesmal erhöhen zu müssen. Jedesmal, wenn dann der Markt vermeintlich nicht funktioniert, kann der Staat auch seine Macht ausbauen, indem er sich irgendwelche Regeln ausdenkt.

    Der Staat und die Zentralbank sind also Freunde. Noch Fragen ?

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