Folgen der Finanzkrise: Woran die Finanzmarktregulierung scheitert

Folgen der Finanzkrise: Woran die Finanzmarktregulierung scheitert

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Skyline der Bankenmetropole Frankfurt

Die Finanzmarktregulierung lässt auf sich warten, nur einzelne Vorstöße sind zu beobachten. Woran es hakt und wie es weitergeht.

Eigentlich sollte auf dem Treffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer Ende vergangene Woche eine weltweite Reform des Finanzsystems im Mittelpunkt stehen.

Zu diesem Thema blieb das Abschlusskommuniqué aber vage und versuchte, die unterschiedlichen Standpunkte der beteiligten Staaten unter einen Hut zu bringen. So hieß es mit Blick auf die Vorschläge einer Zwangsabgabe für Banken lediglich, die Banken müssten einen "fairen und substanziellen Beitrag" leisten für die Kosten, die den Staaten bei der Reparatur des Bankensystems entstanden seien.

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Die USA, vertreten durch Finanzminister Timothy Geithner und Notenbankchef Ben Bernanke, wollen strengere Regeln für die Finanzmärkte erreichen, die mit den von Präsident Barack Obama im Kongress eingebrachten Maßnahmen korrespondieren. Allerdings gibt es in der G-20 Uneinigkeit über einige zentrale Punkte.

Ebenso auf der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank: Auch hier sollte am Wochenende über die Regulierung der Finanzmärkte, insbesondere der Banken, beraten werden. Die drohende Staatspleite Griechenlands änderte das Programm, die Regulierung trat in den Hintergrund. Es gelangen keine entscheidenden Fortschritte.

Thema Bankenabgabe bleibt umstritten

So bleibt das Thema einer weltweiten Bankenabgabe zur Beteiligung der Finanzwelt an den Krisenkosten umstritten.

Befürwortern wie Deutschland, Frankreich Großbritannien und den USA stehen Kritiker wie Kanada, Japan, Indien und Australien gegenüber, deren Banken relativ glimpflich durch die Krise gekommen sind. 

So tauchte das Wort "Bankenabgabe" in der gemeinsamen G20-Erklärung gar nicht erst auf.

IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hat sich im Streit über eine weltweite Bankenabgabe auf die Seite der Befürworter gestellt. Strauss-Kahn sagte auf der Frühjahreskonferenz in Washington, es sei womöglich etwas kurzsichtig, wenn Länder, deren Banken relativ gut durch die jüngste Finanzkrise gekommen sind, sich gegen eine solche Sonderabgabe wandten. Diese könnte vielmehr durchaus hilfreich sein, um sich gegen künftige Krisen zu wappnen.

Und die könnten auch die Kritikerländer treffen.

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