Gburek Geld-Geklimper: Liquidität über alles

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Börse: "Börsenkommentare sind meistens dummes Zeug"

Kolumne

Liquide sein und bleiben, das ist in Krisezeiten wie jetzt wichtiger denn je. Dazu einige grundsätzliche Gedanken und ketzerische Anmerkungen.

Börsenkommentare sind meistens dummes Zeug, weil sie überwiegend an den Haaren herbeigezogene Begründungen enthalten. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Als eine solche Ausnahme dürfte sich die Begründung der Dax-Schwäche vom Mittwoch mit dem vorangegangenen Kurssturz in Shanghai erweisen. Dieses Argument wirkt zunächst zwar so, als habe die nach Ursachen forschende Kommentatorengilde gleich ganze Haarbüschel ausgerissen; aber nach einem Rückblick in die Börsengeschichte der vergangenen Jahre wird klar: Die ersten Vorzeichen der jetzigen Weltwirtschaftskrise machten sich bereits Ende Februar 2007 bemerkbar - mit einem Kurssturz in Shanghai.

Früher gehörten üblicherweise schwache Aktienkurse in New York zu den Auslösern einer Kursschwäche in Frankfurt und anderswo. Seit die Börsianer im Zuge der Globalisierung und ihrer Folgen verstärkt auch nach Fernost blicken, lösen Shanghai und Hongkong immer mehr New York ab. Das geschieht nicht abrupt, sondern in Schüben, wie seit jenen Februartagen 2007: Aus Shanghai kam damals das erste Warnsignal, dann brach der amerikanische Häusermarkt zusammen, schließlich im September 2008 die Investmentbank Lehman Brothers, die fast schon zur Metapher für die Krise geworden ist, obwohl deren Auslöser mannigfaltig sind. So ist der jüngste Kurssturz in Shanghai auch jetzt zunächst nur als Warnung zu interpretieren - wobei die darauf folgende Zuspitzung der Krise dieses Mal nicht so lange auf sich warten lassen wird.

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Rette sich wer kann

Bei einer solch bösen Vorahnung kann die Devise nur lauten: Rette ich wer kann. Bestätigt wird dieser Rat nicht zuletzt auch durch Bundesbank-Präsident Axel Weber, der erst vor Kurzem in aller Deutlichkeit klar machte, dass das Ende der Krise längst noch nicht erreicht sei. Ein wichtiger Grund: Die Kreditvergabe, also eine ureigene Funktion des Bankensystems, lässt zu wünschen übrig; vor allem die großen Geschäfts- und die Auslandsbanken halten sich diesbezüglich bedeckt, Sparkassen und Genossenschaftsbanken weniger. Und die von der Krise nicht ganz so schlimm wie ihre Konkurrenten betroffenen Institute stürzen sich wieder viel lieber auf das Investment Banking.

Rette sich wer kann, aber wie? Aus der Sicht privater Anleger ist Liquidität ein besonders wichtiger Schlüssel zum finanziellen Überleben. In diesem Sinn hat Liquidität dreierlei Bedeutung: Geld, Zahlungsfähigkeit und Liquidierbarkeit. Nach der ersten Definition geht es um Kassenhaltung (Bargeld, Konten, vor allem Tagesgeld, zum Teil Depots, aber auch Kreditpotenzial).

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