Gbureks Geld-Geklimper: Aktien, Anleihen, Gold und Silber: Die Trends - Seite 2

Gbureks Geld-Geklimper: Aktien, Anleihen, Gold und Silber: Die Trends

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Manfred Gburek
Manfred Gburek

Demgegenüber ist der Goldpreis nur vorübergehend manipulierbar, wie seine Entwicklung seit den 90er Jahren belegt, während gegen seinen Aufwärtstrend seit 2001 kein Kraut mehr gewachsen ist, solange die Papierwährungen weltweit – nicht nur Euro und Dollar – sich wie Kaninchen vermehren.

Spannende Frage: Wie wird der Goldpreis reagieren, wenn die Anleihenblase platzt? Beginnen wir mit dem Aufdröseln der Antwort bei der US-Notenbank Fed, die erst kürzlich wieder ihre Absicht bekräftigt hat, die extrem expansive Geldpolitik fortzusetzen. Grund: die schwache US-Konjunktur. Die EZB wird es mit der Geldpolitik ähnlich halten, wenn auch aus anderen Gründen (Griechenland-, Irland- und sonstige Krisen, französische Sonderinteressen u.a.). Das heißt, die Anleihenblase wird vor dem Platzen noch einmal kräftig aufgepumpt.

Knalleffekt in Schüben

Nun könnte man meinen, umso kräftiger müsste danach der Knall sein. Aber wann, wenn sogar ein Kenner der Anleihenmärkte wie der Pimco-Stratege Bill Gross sich beim Timing bisher schon um fast ein halbes Jahr geirrt hat? Wer die Entwicklung einzelner Anleihen verfolgt, hat eine schlüssige Antwort parat: Der Knalleffekt wird sich verteilen, zum einen gestaffelt nach der Bonität, beginnend bei Anleihen mit schlechtem Rating (klassischer Fall: Griechenland), später endend mit deutschen Bundesanleihen und amerikanischen Treasuries, zum anderen gestreckt über mehrere Jahre, in der Sprache der Börsianer Salami-Crash genannt.

Solange Anleihen mit gutem Rating nur noch Minirenditen abwerfen und solche mit schlechtem Rating aus Sicherheitsgründen links liegen gelassen werden, sagen sich viele Anleger: Dann investiere ich lieber gleich in Gold (und Silber).

Dreistellige Gewinne

Die Edelmetalle bringen zwar überhaupt keine Rendite, gelten aber als sog. sichere Häfen (vor allem Gold) und als Schutz vor Inflation. Sobald die Renditen der Anleihen zu steigen beginnen, gehen deren Kurse auf Tauchstation – je länger die Laufzeiten, desto tiefer.

Gelten sie bis dahin, falls ihre Bonität stimmt, als Horte der Sicherheit, so werden sie danach wegen der Kursverluste von weiten Anlegerkreisen gemieden – dies umso mehr, je virulenter die Inflation zu werden droht. Dann gelten für eine begrenzte Zeit in erster Linie Edelmetalle (mit Einschränkungen auch Immobilien) als Horte der Sicherheit. Sobald dieses Szenario, das in den kommenden zwei bis drei Jahren zu erwarten ist, die Schlagzeilen der Medien prägen wird, heißt es allmählich Abschied nehmen von Gold und Silber. Doch bis dahin winken aus den hier genannten – und einigen weiteren – Gründen noch dreistellige prozentuale Gewinne mit Edelmetallen.

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4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 27.08.2010, 12:58 UhrAnonymer Benutzer: Goldfreund

    Ausser Gold und Silber eignet sich fast nichts als Währung, denn nur Gold und Silber erfüllen die MiNDESTeigenschaften von Geld:
    fungibel, liquide, chemisch dauerhaft beständig (im Gegensatz zu Nahrungsmitteln),
    ohne Verlust teilbar für Wechselgeld (im Gegensatz zu Edelsteinen),
    selten und nicht beliebig vermehrbar zur inflationseindämmung (im Gegensatz zu z.b. Papiergeld),
    leicht transportierbar (im Gegensatz zu immobilien), etc.
    Unabhängig von der Zahlungsfähigkeit irgendeiner institution oder irgendeines Staates.
    Selbst eine Rezession müssen Fans des gelben Metalls nicht fürchten. Anders als bei Silber oder Platin hängt der Goldpreis nicht von der Nachfrage aus der industrie und damit von der Konjunkturentwicklung ab.
    Diese Eigenschaften erfüllen im Wesentlichen nur Gold und Silber. Genau das ist der Grund, warum diese beiden Metalle seit Jahrtausenden als einzige stabile Währung gedient haben. Die Gold- und vor allem die Silberreserven sind in wenigen Jahren bereits aufgebraucht, dann geht der Preis ohnehin durch die Decke.

    ich kenne genug, die schon seit Jahren auf eine Korrektur warten. bei 400 Euro wartete man bis die 350 nochmal kommen, bei 560 dachte man, daß die 500 ein guter Einstieg wären, bei 800 war es wieder zu teuer und jetzt sind wir bei 1.000 Euro die Unze und man ist immer noch nicht dabei! Für mich ist das immer sowas wie die ewige Suche nach Ausreden!

    Wenn jeder Deutsche nur fünf Prozent seines Vermögens in Gold steckt, würde das eine gesamte Jahresproduktion absorbieren. Dann sind gänzlich neue Preisdimensionen denkbar.
    Und noch etwas zum Nachdenken. Gibt es auch nur einen Staat, der einen Tilgungsplan für die aufgetürmten Schulden hat?

    "Wenn der Staat Pleite macht, geht natürlich nicht der Staat Pleite sondern seine bürger."

    Carl Fürstenberg,
    deutscher bankier (1850-1933)

  • 27.08.2010, 00:59 UhrAnonymer Benutzer: rentnär

    ... Wie in alten Zeiten: Pack schlägt sich - Pack verträgt sich!
    Eine Mitarbeiterin, die nach der €-Einführung als Miteigentümerin eines Taxi-Unternehmens verunsichert war, wann sie die E-Klasse aus Amerika liefern lassen sollte, die sie hier leicht anpassen konnte, fragte mich nach dem zukünftigen Timing ihrer investitionen. Noch fragt man das, aber nur noch eingeschränkt.

    Deutschland hat sich, Merkel sei Dank, ostwärts orientiert.
    Na, ja, ich mag sie. Sie ist so realitätsnah: Schon Medwedjew schwenkte mal ´nen Tescherwonez auf ´nem Meeting.
    Unser Aussenhandelsbarometer zeigt Hochwerte im Osten und so´n Urlaub fern der USA ist sogar ohne Eintrittsgeld und Hose runter möglich!

    Also, liebe Simone: Vergiss Deine Spielchen mit € vs. USD, kauf Gold, Silber und guck mal, ob es keine Alternative zur E-Klasse gibt:
    CAbs mit Schlitzaugen. E-Klasse, können sich weltweit sowieso nur noch wenige Millionen leisten: Asiaten.

  • 26.08.2010, 19:26 UhrAnonymer Benutzer: Ich sag:

    Jeden Tag mach ich meinen Tresor auf, schau auf mein Gold und hol mir einen runter!

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