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Gbureks Geld-Geklimper: Aktien, Anleihen, Gold und Silber: Die Trends

Kolumne von Manfred Gburek

Die Entwicklung an den verschiedenen Anlagemärkten erscheint widersprüchlich. Ist sie aber nicht, denn sie folgt einer einfachen Logik: Was steigt, muss auch fallen – und umgekehrt.

Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse Quelle: fotolia.de
Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse Quelle: fotolia.de
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Der ifo-Geschäftsklima-Index ist gerade auf den hohen Stand vom Sommer 2007 geklettert, aber der Deutsche Aktienindex Dax notiert weit unter dem damaligen Hoch von über 8000 Punkten und ist inzwischen sogar unter 6000 abgetaucht. Die Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen hat nur noch eine Eins vor dem Komma, aber das Kreditgeschäft lässt zu wünschen übrig. Der Dollar holt trotz der miserablen US-Konjunktur gegenüber dem Euro auf, aber das als Anti-Dollar geltende Gold peilt neue Preisrekorde an, obwohl sein Preis bei einem starken Dollar nach den bisherigen Erfahrungen eigentlich einknicken müsste. Wie reimt sich das alles zusammen?

Nehmen  wir zunächst das ifo-Klima und den Dax unter die Lupe, also zwei Indikatoren, die zu einem großen Teil Stimmungen und Erwartungen wiedergeben. Ihre Trends liegen bei mehrjähriger Betrachtung gar nicht so weit auseinander. Im Sommer 2007 hatten beide tatsächlich gemeinsam ein Hoch erreicht, doch dem folgte der Dax-Absturz 2008 von 8000 um fast die Hälfte bis zum Jahresende und schließlich auf 3666 Punkte im Frühjahr 2009. Derweil kühlte sich das ifo-Klima nur zeitversetzt ab, jedoch keineswegs gegen den Dax-Trend. Das droht sich jetzt zu wiederholen, allerdings weniger dramatisch (keine Dax-Halbierung mehr), weil die Geldschleusen der Europäischen Zentralbank (EZB) geöffnet bleiben. In der Zone zwischen 4800 und 5000 Dax-Punkten dürfte sich die Börse fangen.

Anleihenblase hier, Goldpreismanipulation da

Das größte Phänomen unter den Anlagen war in letzter Zeit die stark abwärts gerichtete Renditeentwicklung der Bundesanleihen und mit ihr der kräftige Anstieg des Bund Future (Terminkontrakt auf Bundesanleihen) vom Tief bei 110 Punkten im Juli 2008 auf zuletzt 134. Das heißt, man konnte am deutschen Rentenmarkt in gut zwei Jahren fast 22 Prozent Gewinn erzielen. Diese Sonderentwicklung ist nur so zu erklären, dass die internationale Finanzkrise weite Anlegerkreise zur Flucht in die Sicherheit trieb (bzw. was ihnen als Sicherheit vorschwebte). Und das, obwohl Bill Gross, der auf Anleihen spezialisierte Anlagestratege der zum Allianz-Konzern gehörenden Fondsgesellschaft Pimco, schon im März dieses Jahres vor Anleihen warnte. Auf deren Kurse trifft inzwischen ohne Wenn und Aber der Begriff Blase zu. Offenbar sind Banken, abgesehen von ihrem eigenen Sicherheitsfimmel, auch deshalb so wenig auf die Kreditvergabe zu Mindestzinsen erpicht, weil sie mit dem Platzen dieser Blase, folglich mit höheren Zinsen, in nächster Zeit rechnen.

Das auf den ersten Blick seltsame, scheinbar gegen die bisherigen Erfahrungen sprechende  Nebeneinander des Dollar-Anstiegs gegenüber dem Euro und des Goldpreis-Anstiegs in beiden Währungen lässt sich am besten so erklären: Euro und Dollar sind und bleiben durch Notenbankern und Politiker manipulierbare Papierwährungen, von denen mal die eine, mal die andere in Front liegt, je nachdem, ob die Händler an den Devisenmärkten die gigantischen Schulden der USA oder die Streitereien der Euro-Länder aus Anlass der Griechenland-Krise stärker gewichten.

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4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 27.08.2010, 12:58 UhrAnonymer Benutzer: Goldfreund

    Ausser Gold und Silber eignet sich fast nichts als Währung, denn nur Gold und Silber erfüllen die MiNDESTeigenschaften von Geld:
    fungibel, liquide, chemisch dauerhaft beständig (im Gegensatz zu Nahrungsmitteln),
    ohne Verlust teilbar für Wechselgeld (im Gegensatz zu Edelsteinen),
    selten und nicht beliebig vermehrbar zur inflationseindämmung (im Gegensatz zu z.b. Papiergeld),
    leicht transportierbar (im Gegensatz zu immobilien), etc.
    Unabhängig von der Zahlungsfähigkeit irgendeiner institution oder irgendeines Staates.
    Selbst eine Rezession müssen Fans des gelben Metalls nicht fürchten. Anders als bei Silber oder Platin hängt der Goldpreis nicht von der Nachfrage aus der industrie und damit von der Konjunkturentwicklung ab.
    Diese Eigenschaften erfüllen im Wesentlichen nur Gold und Silber. Genau das ist der Grund, warum diese beiden Metalle seit Jahrtausenden als einzige stabile Währung gedient haben. Die Gold- und vor allem die Silberreserven sind in wenigen Jahren bereits aufgebraucht, dann geht der Preis ohnehin durch die Decke.

    ich kenne genug, die schon seit Jahren auf eine Korrektur warten. bei 400 Euro wartete man bis die 350 nochmal kommen, bei 560 dachte man, daß die 500 ein guter Einstieg wären, bei 800 war es wieder zu teuer und jetzt sind wir bei 1.000 Euro die Unze und man ist immer noch nicht dabei! Für mich ist das immer sowas wie die ewige Suche nach Ausreden!

    Wenn jeder Deutsche nur fünf Prozent seines Vermögens in Gold steckt, würde das eine gesamte Jahresproduktion absorbieren. Dann sind gänzlich neue Preisdimensionen denkbar.
    Und noch etwas zum Nachdenken. Gibt es auch nur einen Staat, der einen Tilgungsplan für die aufgetürmten Schulden hat?

    "Wenn der Staat Pleite macht, geht natürlich nicht der Staat Pleite sondern seine bürger."

    Carl Fürstenberg,
    deutscher bankier (1850-1933)

  • 27.08.2010, 00:59 UhrAnonymer Benutzer: rentnär

    ... Wie in alten Zeiten: Pack schlägt sich - Pack verträgt sich!
    Eine Mitarbeiterin, die nach der €-Einführung als Miteigentümerin eines Taxi-Unternehmens verunsichert war, wann sie die E-Klasse aus Amerika liefern lassen sollte, die sie hier leicht anpassen konnte, fragte mich nach dem zukünftigen Timing ihrer investitionen. Noch fragt man das, aber nur noch eingeschränkt.

    Deutschland hat sich, Merkel sei Dank, ostwärts orientiert.
    Na, ja, ich mag sie. Sie ist so realitätsnah: Schon Medwedjew schwenkte mal ´nen Tescherwonez auf ´nem Meeting.
    Unser Aussenhandelsbarometer zeigt Hochwerte im Osten und so´n Urlaub fern der USA ist sogar ohne Eintrittsgeld und Hose runter möglich!

    Also, liebe Simone: Vergiss Deine Spielchen mit € vs. USD, kauf Gold, Silber und guck mal, ob es keine Alternative zur E-Klasse gibt:
    CAbs mit Schlitzaugen. E-Klasse, können sich weltweit sowieso nur noch wenige Millionen leisten: Asiaten.

  • 26.08.2010, 19:26 UhrAnonymer Benutzer: Ich sag:

    Jeden Tag mach ich meinen Tresor auf, schau auf mein Gold und hol mir einen runter!

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