Kommentare zu: Als Günter Netzer von der DIT-Bildfläche verschwand

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15 Kommentare
  • 11.03.2010, 18:30 UhrAnonymer Benutzer: AJ

    im Casino gilt: Die bank gewinnt immer. Auf Fonds bezogen: Der Einzige, der gewinnt, ist die Fondsgesellschaft. Wenn man sich noch damit abfinden kann als Anleger ein Agio beim Kauf zu bezahlen, Verwaltungsgebühren zu berappen, so bringt die "Performance Fee", die die meisten Fonds mittlerweile eingeführt haben, das Fass entgültig zum Überlaufen. Nun können die Fondsgesellschaften dem Anleger über Rechentricks sogar noch Geld abnehmen, selbst wenn der Fonds sich negativ entwickelt! Also Finger weg von Fonds! Sonst sind Direktinvestments in Aktien, Renten oder immobilien den Fonds vorzuziehen. Als Alternative bieten sich auf gewissen Märkten die ETFs an, die ohne die horrenden Gebühren auskommen.

  • 11.03.2010, 22:34 UhrAnonymer Benutzer: Beauregard Wippy

    Wieder einmal wunderschön von Hern Gburek beschrieben, was so eine Anlagemöglichkeit in Wirklichkeit bedeutet.
    ich selber sehe das ein wenig knackiger: "Wer in Fonds investiert ist entweder zu dumm für die eigenständige Finanzplanung, oder einfach nur zu faul sich die Mühe zu machen um ein wenig mehr nach den passenden Engagements zu suchen!"

  • 12.03.2010, 04:06 UhrAnonymer Benutzer: laotse

    ...und dann ist da noch Papa Staat, der im unwahrscheinlichen Fall eines Gewinnes nicht nur die Hände aufhält, sondern als Erster aktiv und ganz datenschutzfrei in den beutel greift...bei Renditen also immer gleich 1/3 abziehen falls man in D wohnt.

  • 12.03.2010, 05:40 UhrAnonymer Benutzer: Investor

    ich sehe das differenzierter. Fonds kauft man heute online an der börse (z.b. Hamburg) mit Spreads von 1-1,5% oder weniger (ETF's) und natürlich aktiv ohne beratung. Es reicht eine allg. Markt/Sektoranalyse, während bei Aktien entweder intensive Recherchen nötig sind oder das Abo eines börsenbriefs (die dann Fondsanlagen verdammen). im Grunde ist jeder Fonds eine kleine Vermögensverwaltung, die zumindest die Vola reduziert, wenn schon keine Outperformance liefert.
    Man kann kaum erwarten, dies zum Nulltarif zu bekommen, zumal es viele Fonds gibt, die ihre benchmark sehr wohl schlagen. Spätestens bei riskanten investments, z.b. in EmergingMarketbonds oder asiatischen Aktien oder Goldexplorern würde ich Fonds auf jeden Fall der Direktanlage vorziehen. Ansonsten hat man wegen Risikostreuung schnell 50 oder mehr Werte im Depot mit enormem Verwaltungsaufwand.
    Die ursprüngliche Fondsidee (man überträgt die Auswahl von Einzelwerten gegen Gebühr einem professionellen Verwalter) halte ich für sinnvoll und sie wird auch überdauern. Die schwarzen Schafe kann man glaube ich ganz gut selbst herausfiltern.

  • 12.03.2010, 08:35 UhrAnonymer Benutzer: Unterwasserexplosion

    Sauber geschrieben!

  • 12.03.2010, 10:06 UhrAnonymer Benutzer: Ex-Fonds-Verkäufer

    Ein Musterbeispiel zu diesem Thema, ist die Einführung der Allianz-Horizont Fondsfamilie vor genau 10 Jahren. Es war ein Dachfonds-Konzept, bei der der zeitliche Anlagehorizont des Anlegers einfach auf die Risikoklasse des zu verkaufenden Fonds übertragen werden sollte. Wer also sein Geld länger als 10 Jahre anlegen wollte, bekam den Horizont 10+ Fonds empfohlen. Dieser bestand zu 90% aus Aktienfonds. Es wäre sehr interessant, wenn mal eine Wirtschaftszeitung den Werdegang dieser Fondsfamilie recherchieren würde, zumal diese Fonds damals aggresiv in den Markt gedrückt wurden.

  • 12.03.2010, 12:14 UhrAnonymer Benutzer: Gregor M.

    Das klingt alles schön und gut, was Herr Gburek schreibt und die Schlussfolgerung mag in der Theorie richtig sein, aber so einfach ist das alles nicht. Die allermeisten Leute sind doch komplett überfordert, wenn sie die Anlage ganz in die eigene Hand nehmen sollen. Sollen diese Leute etwa selbst eine Aktienauswahl vornehmen und so in einzelne Unternehmen investieren? Das geht bei den meisten nicht gut. Fondsschließungen und Zusammenlegungen sind ärgerlich und auch manche Gebührenstruktur muss man sehr kritisch sehen. Aber wie bei allen Produkten gibt es auch bei Fonds sehr gute, gute, mittlemäßige und schlechte. Meiner Meinung nach ist man als Normalanleger mit einem sehr guten, breit streuenden Fonds immer noch am besten bedient. Herr Gburek macht es sich mit seiner Schlussfolgerung am Ende der Kolumne zu leicht, weil das so bei den allermeisten Leuten in der Praxis nicht funktioniert. Aber als Kolumnenschreiber hat man es eben gut. Man gibt seine Meinung kund, erteil mehr oder weniger kluge Ratschläge, aber den Praxistest muss man ja nicht bestehen.

  • 12.03.2010, 15:56 UhrAnonymer Benutzer: jackberlin

    Chapeau Herr Gburek -wieder ein herausragender Artikel aus ihrer Feder - wer sonst in Deutschland mahnt so eindringlich über all die Übel die dem Normalbürger bei den banken drohen.
    Aufklärung tut Not - auch ich habe viel zu lange den banken vertraut aber zum Glück 2008 gerade noch im letzten Moment mich "gerettet".
    Seitdem gilt das Prinzip Eigenverantwortung. Es kostet zwar Zeit, sich mit den Märkten zu beschäftigen, aber man kommt da nicht drum herum!

  • 12.03.2010, 19:02 UhrAnonymer Benutzer: Roland Hummel

    Wegen der Abgeltungssteuer haben wir uns 2007 entschlossen vor dem 31.12.2008 Fonds zu erwerden. ich habe über ein Jahr die Wirtschaftswoche, Finanztest und andere Fachzeitungen gelesen. Dann im internet recherchiert. Welche Fonds waren über viele Jahre die besten und hatten aber auch nicht zu große Schwankungen. ich habe im Herbst 2008 20 Fonds erworben, kaum Fonds die groß beworben wurden. U.a. Carmignac investissement/Patrimoine, einiges von Jens und Jan Ehrhardt, baring Hong Kong China; Lateinamerika und Rohstofffonds. Fast nur in Währung Euro. ich bin sehr heute sehr zufrieden!

  • 12.03.2010, 19:03 UhrAnonymer Benutzer: Einsylter

    Es fehlt der Hinweis auf die neuerdings verstärkt auftretende Unsitte, Erfolgsgebühren zu verlangen, mit zum Teil abenteuerlichen bemessungsgrundlagen, die Abkassieren auch ohne besondere bemühungen und ohne echte Erfolge ermöglichen. Zocken mit meinem Geld ohne eigenes Risiko... und wofür dann noch eine vielfach üppige Managementgebühr? Füttern des Vertriebs auch wenn der nichts getan hat?

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